Manna, Aero

Manna Aero: Irischer Drohnen-Dienst schafft 1.000 Jobs in Oklahoma

Veröffentlicht: 09.07.2026 um 01:40 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Der Drohnen-Lieferdienst Manna Aero eröffnet Standort in Oklahoma und plant über 1.000 neue Stellen. Ein ehemaliger Ryanair-Manager leitet die Expansion.

Manna Aero: US-Expansion mit 1.000 Jobs und neuem Chef
Manna - Eine autonome Lieferdrohne schwebt über einem Vorortviertel in Tulsa, Oklahoma, und senkt ein Paket an einer Leine herab. 09.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Manna Aero verlagert seinen Schwerpunkt in die USA – und schafft über 1.000 Jobs.

Der irische Drohnen-Lieferdienst Manna Aero hat am Dienstag offiziell seinen ersten großen US-Standort in Tulsa, Oklahoma, eröffnet. Das Unternehmen reagiert damit auf wachsende regulatorische Hürden in der Heimat und setzt nun voll auf den amerikanischen Markt.

Produktion und Arbeitsplätze in Oklahoma

Bei einer öffentlichen Vorführung am 8. Juli 2026 präsentierte Manna seine autonome Liefertechnologie. Der irische CEO Bobby Healy kündigte an, innerhalb der nächsten drei Jahre mehr als 1.000 Arbeitsplätze zu schaffen – in den Bereichen Luftfahrt, Fertigung und Betrieb. Irland bleibt zwar der Hauptsitz für Forschung und Entwicklung, doch ein Großteil der Belegschaft und Produktion wandert nach Oklahoma ab.

Das Unternehmen hat bereits Baugenehmigungen für seinen ersten Startplatz beantragt und plant eine eigene Fabrik für seine patentierten Drohnen. Die Bauarbeiten laufen, die lokale Produktion soll in etwa einem Jahr anlaufen. Kurzfristig will Manna sein Betriebsteam in Tulsa innerhalb der nächsten zwölf Monate auf 200 bis 300 Mitarbeiter ausbauen.

Zusammenarbeit mit DoorDash und Uber Eats

Die Drohnen von Manna fliegen mit rund 80 km/h und transportieren Pakete bis zu vier Kilogramm. Statt zu landen, schweben sie über dem Zielort und senken die Lieferung an einem Seil herab. Das Unternehmen arbeitet bereits mit großen Plattformen wie DoorDash und Uber Eats zusammen, um Lebensmittel und Einkäufe auszuliefern.

Anzeige

Während Manna Aero mit 1.000 Jobs und 50 Mio. Dollar Kapital in die USA drängt, kämpfen europäische Logistiker noch mit regulatorischen Hürden. Dieser Leitfaden zeigt, wie Sie die US-Drohnen-Regulierung für Ihren Markteintritt nutzen – inklusive ROI-Rechner und Standort-Checkliste. Praxis-Leitfaden Drohnen-Logistik jetzt anfordern

Die Wahl fiel nicht zufällig auf Tulsa: Die Stadt verfügt über eine fortschrittliche Luftfahrt-Infrastruktur. Der Tulsa Tech Hub und das SAFE-T-Radarsystem bieten die nötige digitale Basis für Flugtests außerhalb der Sichtweite (BVLOS). Manna plant, innerhalb eines Jahres 30 bis 40 Liefer-Hubs in der Stadt einzurichten. Der volle Betrieb soll im September 2026 starten. Die Lieferzeiten? Zwischen drei und maximal acht Minuten.

Führungswechsel und frisches Kapital

Der US-Vorstoß folgt auf eine Finanzierungsrunde im April 2026: 50 Millionen US-Dollar (rund 44 Millionen Euro) sammelte Manna in einer Series B ein – das Gesamtkapital liegt nun bei etwa 110 Millionen Dollar. Um das Wachstum zu steuern, holte das Unternehmen am 7. Juli 2026 Kenny Jacobs an Bord. Der ehemalige Chef des Dublin Airport-Betreibers DAA und frühere Ryanair-Manager wird künftig von Tulsa aus die Expansion in die USA und nach Großbritannien vorantreiben.

Healy betonte, dass die US-Bundespolitik und die FAA-Regularien dem Unternehmen enormen Rückenwind geben. Der strategische Schwenk kommt nicht von ungefähr: In Europa hatte Manna zuletzt seinen irischen Flottenbetrieb pausieren müssen – Grund waren Planungs- und Regulierungsprobleme.

Wachstum ohne Steuergelder

Anzeige

Die FAA-Regularien geben Manna Rückenwind – europäische Lieferdienste drohen den Anschluss zu verlieren. Wer die autonome Lieferflotte plant, braucht einen klaren Fahrplan: von der Standortwahl bis zur BVLOS-Genehmigung. Dieser Report liefert die entscheidenden Hebel. Jetzt ROI-Rechner und Checkliste sichern

Oklahomas Gouverneur Kevin Stitt und Tulsas Bürgermeister Monroe Nichols begrüßten die Ansiedlung. Die Luft- und Raumfahrtindustrie sei im Bundesstaat ein Milliardengeschäft. Überraschend: Trotz der engen Zusammenarbeit mit der Politik flossen keine direkten finanziellen Anreize von Stadt oder Staat.

Auf Sicherheitsfragen angesprochen, stellte Manna klar: Die Drohnen sind nicht mit dem öffentlichen Internet verbunden und zeichnen während der Flüge keine Videos auf. Ziel sei es, den Lieferverkehr auf den Straßen zu reduzieren und CO?-Emissionen zu senken. Neben Oklahoma prüft Manna derzeit sechs weitere US-Städte für einen möglichen Markteintritt bis Ende 2027.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | wissenschaft | 69727302 |