Marathon-WM Ü60: Doris Koller siegt in Zagreb in 3:17 Stunden
Veröffentlicht am: 14.10.2026 um 00:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der leistungssportliche Erfolg im höheren Lebensalter erfährt im Laufsport zunehmende Aufmerksamkeit. Ein bemerkenswertes Resultat gelang Doris Koller aus Buttikon, die sich bei den Titelkämpfen in Zagreb den Weltmeistertitel im Marathonlauf der Altersklasse Ü60 sicherte.
Mit einer Endzeit von 3:17 Stunden verwies die Schweizer Athletin die Konkurrenz aus Irland und Deutschland auf die nachfolgenden Plätze. Der Erfolg unterstreicht das wachsende Leistungsniveau im internationalen Masters-Bereich und die sportlichen Möglichkeiten jenseits der Altersgrenze von 60 Jahren.
Rennerfolg unter herausfordernden Bedingungen
Der Wettkampf fand im Rahmen des 34. Zagreb-Marathons statt, in den die Masters-Weltmeisterschaft integriert war. Über 4.000 Teilnehmende gingen bei der Gesamtlaufveranstaltung an den Start, davon mehr als 1.000 Läuferinnen und Läufer im Feld der Masters-Klassen.
Auf der 42,195 Kilometer langen Strecke sah sich Doris Koller mit widrigen, nassen Bedingungen konfrontiert. Während des Rennens zwang sie zudem ein Beinkrampf zu taktischen Anpassungen auf der Strecke. Diesen konnte sie im Rennverlauf unter anderem durch die Einnahme von Essiggurkensaft überwinden und ihr hohes Tempo bis ins Ziel verteidigen.
Doris Koller begann erst mit 50 Jahren mit dem Laufsport — und wurde jetzt in Zagreb mit 3:17 Stunden Weltmeisterin der Frauen Ü60. Ihr Weg zeigt, dass Ausdauerleistung keine Jugendkarriere voraussetzt. Der kostenlose Leitfaden bündelt, wie Sie als Ü50-Läufer systematisch aufbauen, Krämpfe im Rennen kontrollieren und passende Masters-Rennen finden. Kostenlosen Leitfaden für Marathon-Einstieg ab 50 anfordern
Hinter Koller und einer irischen Läuferin sicherte sich die Deutsche Christin Ehrke mit einer Zielzeit von 3:25:33 Stunden den dritten Rang und damit die Bronzemedaille in der Wertung der Altersklasse W60. Ehrke gewann zudem gemeinsam mit Belinda Wilke (3:51:50 Stunden) und Sylvia Steinke-Gräfe (4:00:33 Stunden) in der kumulierten Gesamtzeit von 11:17:56 Stunden Team-Gold für Deutschland.
Später Einstieg und kontinuierliche Leistungssteigerung
Die sportliche Entwicklung von Doris Koller verdeutlicht, dass Höchstleistungen im Ausdauerbereich auch ohne eine langjährige Jugendkarriere im Leistungssport möglich sind. Die Läuferin fand erst im Alter von 50 Jahren zum Laufsport. In den darauffolgenden Jahren baute sie ihre Ausdauerfähigkeiten kontinuierlich aus.
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Der Weltmeistertitel in Zagreb folgte auf eine Serie starker Resultate. Bereits zwei Wochen vor ihrem Triumph bei der Weltmeisterschaft hatte Koller ihren Status untermauert, als sie erneut Schweizer Meisterin im Halbmarathon wurde und auf dieser Distanz eine persönliche Bestzeit aufstellte.
Der anschließende Titelgewinn über die volle Marathondistanz bei den internationalen Titelkämpfen festigt ihren sportlichen Stellenwert im internationalen Seniorinnensport.
