Maut-Betrug: Aus 8,60 Euro werden 1.100 Euro Schaden
26.06.2026 - 23:29:39 | boerse-global.de
Im Zentrum stehen gefälschte Webseiten der österreichischen Autobahngesellschaft ASFINAG sowie betrügerische SMS über angebliche Mautforderungen oder Parkstrafen.
Fiese Masche: Aus 8,60 Euro werden 1.100 Euro Schaden
Ein aktueller Fall zeigt die perfide Methode. Eine Frau aus Kärnten verlor über 1.000 Euro. Der Betrug begann mit einer SMS auf dem Handy ihrer Tochter. Darin wurde eine Mautforderung von 8,60 Euro geltend gemacht. Der enthaltene Link führte auf eine täuschend echte Kopie der ASFINAG-Webseite.
Nach Eingabe der Zahlungsdaten passierte das Gegenteil: Statt der Kleinsumme wurden 1.790 australische Dollar abgebucht – umgerechnet rund 1.100 Euro. Die Spur des Geldes führt nach Spanien. Das Bundeskriminalamt warnt vor der zunehmenden Professionalität solcher Fake-Shops, die kaum von offiziellen Portalen zu unterscheiden sind.
Jeder vierte Internetnutzer betroffen
Die Vorfälle sind kein Einzelfall. Laut der Adyen-Umfrage 2026 war in Deutschland im vergangenen Jahr jeder Vierte von Zahlungsbetrug beim Online-Shopping betroffen. Der durchschnittliche Schaden: 395 Euro pro Vorfall. Auch der BSI-Cybersicherheitsmonitor bestätigt den Trend: Jeder zehnte Befragte wurde Opfer von Cyberkriminalität.
Parallel zur Maut-Masche warnt die Stadt Wien vor ähnlichen Methoden. Betrügerische SMS mahnen angebliche Parkstrafen an. Die Behörde stellt klar: Die Parkraumüberwachung versendet grundsätzlich keine solchen Nachrichten. Die Links dienen ausschließlich dem Datendiebstahl.
Eine falsche SMS, ein Klick – und aus 8,60 Euro werden 1.100 Euro Schaden. Die neue Betrugswelle trifft jeden vierten Internetnutzer. Mit dem kostenlosen 3-Schritte-Sicherheitscheck erkennen Sie Fake-ASFINAG-Seiten sofort. Sicherheitscheck per E-Mail anfordern
Polizei gelingt Schlag gegen Betrügerbande
Während die Ermittlungen im Fall der Kärntnerin laufen, gelang der spanischen Polizei ein bedeutender Erfolg. Auf Mallorca und in Barcelona wurden neun Verdächtige festgenommen. Die Bande soll mindestens 3.500 deutsche Opfer um über 9 Millionen Euro betrogen haben.
Die Täter agierten über eine Scheinfirma auf Mallorca. Sie nutzten gefälschte Onlineshops und die Masche falscher Bankmitarbeiter. Bei Durchsuchungen stellten die Beamten Bargeldsummen von über 100.000 Euro, Kryptowährungen im Wert von 200.000 Euro sowie Goldbarren sicher.
Ob eine direkte Verbindung zu den aktuellen ASFINAG-Fälschungen besteht, ist noch unklar. Die Spur der Gelder aus dem Maut-Betrug führt jedoch ebenfalls nach Spanien.
Betrügerische Maut-SMS sind kaum noch von echten zu unterscheiden. Die kostenlose Checkliste zeigt Ihnen die 7 Warnsignale – plus die ersten Schritte, falls es schon zu spät ist. Checkliste jetzt sichern
So schützen Sie sich
Experten raten zur erhöhten Vorsicht bei unangeforderten Nachrichten. Offizielle Portale für Vignetten oder Mautgebühren sollten Sie stets direkt über die Browser-Adresszeile aufrufen – niemals über Links aus SMS oder E-Mails.
