17.000 MĂ€dchen in Deutschland droht GenitalverstĂŒmmelung
05.02.2024 - 17:00:34Mit der globalen Migration verbreitet sich die grausame Tradition der GenitalverstĂŒmmelung an MĂ€dchen und Frauen zunehmend auch in Europa. Auch in Deutschland leben nach Angaben der Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes mittlerweile mehr als 100.000 MĂ€dchen und Frauen, deren Genitalien beschnitten wurden, mehr als 17.000 MĂ€dchen in Deutschland seien derzeit potenziell gefĂ€hrdet.
«Wir wollen daher die AufklĂ€rung ĂŒber weibliche GenitalverstĂŒmmelung gemeinsam mit Partnerorganisationen vorantreiben», sagt Edell Otieno-Okoth, Expertin bei der Kinderrechtsorganisation Plan International, zum Internationalen Tag gegen weibliche GenitalverstĂŒmmelung am 6. Februar.
50 Beratungs- und Anlaufstellen in Deutschland
Rund 50 Beratungs- und Anlaufstellen in den einzelnen BundeslĂ€ndern bieten UnterstĂŒtzung fĂŒr betroffene Familien. Ebenso wichtig sei es, FachkrĂ€fte aus dem Gesundheits- und Sozialbereich â wie beispielsweise Hebammen, KinderĂ€rztinnen oder Sozialarbeiterinnen â zu informieren und sie fĂŒr den Umgang mit GefĂ€hrdeten und Betroffenen zu sensibilisieren. «Das Thema weibliche GenitalverstĂŒmmelung muss darum schon in der Ausbildung aller FachkrĂ€fte im Gesundheits- und Sozialbereich auf den Lehrplan», forderte die Expertin.
Seit 20 Jahren setzt sich Plan International in mehreren LĂ€ndern Afrikas gegen weibliche GenitalverstĂŒmmelung ein, unter anderem in Ăgypten, Ăthiopien, Burkina Faso, Guinea, Guinea-Bissau, Mali und Sierra Leone. Ein Handbuch fĂŒr Betroffene bietet Hilfe auch auf Englisch, Französisch und Arabisch.


