WHO sieht, Risiko

WHO sieht globales Risiko: 13.000 Mpox-FÀlle im Kongo

15.12.2023 - 14:51:22

Mehr als 600 TodesfĂ€lle gibt es bereits. Die grĂ¶ĂŸte Sorge der WHO: Das Virus könnte sich ĂŒber den Kongo hinaus verbreiten. Gleichzeitg offenbart sich ein neuer Übertragungsweg.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schlĂ€gt wegen eines großen Mpox-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo (DRC) Alarm. Wie die UN-Organisation in Genf mitteilte, sind im Kongo von Januar bis Mitte November mehr als 13.000 VerdachtsfĂ€lle und mehr als 600 TodesfĂ€lle in Zusammenhang mit der Krankheit aufgetreten, die frĂŒher Affenpocken genannt wurde.

Der Ausbruch «stellt ein Risiko fĂŒr die Menschen in DRC, in NachbarlĂ€ndern und auf der ganzen Welt dar», sagte WHO-Expertin Rosamund Lewis. Die WHO arbeitet derzeit mit den Behörden im Kongo daran, Test-KapazitĂ€ten auszubauen und Impfstoff ins Land zu bringen.

Erstmals sexuelle Übertragung nachgewiesen

Die zunehmende Ausbreitung im Kongo steht laut Lewis im Zusammenhang mit Sexarbeit. Wegen der vielen GrenzĂŒbertritte zwischen dem Kongo und NachbarlĂ€ndern sei die WHO wegen einer regionalen Weiterverbreitung der Viruskrankheit besorgt. Außerdem ist die WHO alarmiert, weil im Kongo erstmals die sexuelle Übertragung des dort vorherrschenden Mpox-Virusstamms nachgewiesen wurde.

Ein weiterer Virusstamm hatte sich ab Mai 2022 in vielen LĂ€ndern vor allem durch sexuelle Kontakte verbreitet. Auch in Deutschland gab es Tausende FĂ€lle. Die WHO hatte einen internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen, der im vergangenen Mai wieder aufgehoben wurde.

Mpox-Viren werden durch engen Körperkontakt ĂŒbertragen. Das auffĂ€lligste Symptom der Krankheit sind BlĂ€schen und Pusteln auf der Haut.

@ dpa.de