Gesundheit, Studie

Studie: Zahlreiche TodesfÀlle wegen Antibiotikaresistenzen

09.08.2023 - 16:55:31

Mehr als zwei FĂŒnftel aller TodesfĂ€lle in Nord- und SĂŒdamerika im Jahr 2019 stehen in Zusammenhang mit Antibiotika-Resistenzen.

Das zeigt eine Studie, die in der Fachzeitschrift "The Lancet Regional Health - Americas" erschienen ist. Die Autoren schÀtzten, dass rund 569.000 TodesfÀlle mit Antibiotika-Resistenzen zusammenhingen.

Den grĂ¶ĂŸten Anteil dieser TodesfĂ€lle machen Infektionen der unteren Atemwege und des Brustkorbs aus, gefolgt von Blutkreislaufinfektionen. Die fĂŒnf LĂ€nder der Region mit den höchsten Sterblichkeitsraten im Zusammenhang mit Antibiotikaresistenzen waren Haiti, Bolivien, Guatemala, Guyana und Honduras. "Der Ausbau der mikrobiologischen TestkapazitĂ€ten ist auch in LĂ€ndern mit niedrigem Einkommen von entscheidender Bedeutung, nicht nur, um das Problem der Antibiotikaresistenz in diesen Regionen besser zu erfassen, sondern auch, um den Ärzten Informationen ĂŒber die Antibiotikabehandlung zu liefern", schreiben die Wissenschaftler. "In LĂ€ndern mit starken Gesundheitssystemen und reichlichen AntibiotikavorrĂ€ten hingegen könnte ein strategischer Umgang mit Antibiotika die grĂ¶ĂŸten Auswirkungen auf die EindĂ€mmung von Resistenzen haben."

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

@ dts-nachrichtenagentur.de