Messenger-Betrug: Deutsche zahlen 1.180 Euro – doppelt so viel wie global
02.06.2026 - 02:30:54 | boerse-global.de
Der Wechsel von WhatsApp zu Signal wird immer beliebter – doch viele Nutzer scheitern an einer entscheidenden Einschränkung.
Wer vom Android- auf ein iOS-Gerät umsteigt, kann seine Chat-Backups nicht mitnehmen. Ein Transfer der Gesprächshistorie ist zwischen den Betriebssystemen derzeit unmöglich. Das bestätigen Experten im Rahmen der Artikelserie #UnplugBigTech. Wer sein Betriebssystem wechselt, muss sich von alten Unterhaltungen verabschieden.
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Meta fĂĽhrt Bezahlfunktionen ein
Parallel zur Abwanderungsdebatte treibt der Mutterkonzern Meta die Monetarisierung voran. WhatsApp Plus kostet monatlich rund 2,50 Euro oder 2,99 US-Dollar. Abonnenten erhalten exklusive Klingeltöne, Premium-Sticker und App-Designs. Auch das Anpinnen von bis zu 20 Chats ist im Abo enthalten.
Branchenbeobachter vergleichen das Angebot mit Klingelton-Abonnements früherer Jahrzehnte. Doch Meta denkt bereits weiter: Die Stufen Meta One Plus und Meta One Premium sollen bis zu knapp 20 US-Dollar kosten und KI-Funktionen enthalten. Ähnliche Modelle gibt es auch für Instagram und Facebook – dort liegen die Preise bei rund 3,40 Euro beziehungsweise 3,99 US-Dollar.
Beta-Version bringt lang ersehnte Funktion zurĂĽck
Die aktuelle Beta-Version 2.26.21.9 für Android enthält eine Abmeldefunktion. Nutzer können ihr Profil verlassen, ohne die App zu deinstallieren. Anders als bei der vollständigen Löschung bleiben Chats und Anmeldedaten auf dem Gerät erhalten.
Eine weitere Neuerung: Profilbilder von Kontakten sollen künftig wieder automatisch aus dem lokalen Adressbuch übernommen werden. Die Funktion war bereits früher verfügbar und Ende März für iOS-Nutzer wiedereingeführt worden. Für die Mac-Version arbeitet WhatsApp zudem an einem Liquid-Glass-Design.
Betrug auf Rekordniveau
Während die Technik voranschreitet, professionalisieren sich auch Kriminelle. Laut einer Analyse von Kaspersky hat Messenger-Betrug in Deutschland ein Rekordniveau erreicht. Der durchschnittliche Schaden pro Fall liegt bei 1.180 Euro – deutlich über dem globalen Durchschnitt von 630 Euro.
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Besonders alarmierend: Bei 44 Prozent der Opfer erfolgt der finanzielle Verlust innerhalb von 30 Minuten nach der ersten Kontaktaufnahme. Rund 74 Prozent der Betroffenen vermuten den Einsatz von KI für Deepfakes oder geklonte Stimmen. 65 Prozent der Angriffe laufen über mehrere Kanäle – Täter wechseln etwa von SMS zu WhatsApp, um Vertrauen aufzubauen.
Behörden wie das BKA und die Bafin warnen vor betrügerischen WhatsApp-Gruppen mit Identitätsdiebstahl oder falschen Aktienangeboten. Parallel dazu verzeichnete das BKA für 2025 einen Anstieg der Ransomware-Fälle um zehn Prozent – mit Schwerpunkt auf Unternehmen.
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