Meta-Halskette, KI-Assistent

Meta-Halskette: KI-Assistent ohne Smartphone-Bildschirm geplant

31.05.2026 - 13:07:05 | boerse-global.de

Meta entwickelt eine KI-gesteuerte Halskette als stĂ€ndigen Sprachassistenten. Erste Tests sind fĂŒr 2027 geplant, wĂ€hrend die Reality Labs weiter hohe Verluste schreiben.

Meta-Halskette: KI-Assistent ohne Smartphone-Bildschirm geplant - Foto: ĂŒber boerse-global.de
Meta-Halskette: KI-Assistent ohne Smartphone-Bildschirm geplant - Foto: ĂŒber boerse-global.de

Laut internen Strategiepapieren entwickelt der Konzern eine KI-gesteuerte Halskette – ein „KI-Pendant“, das als stĂ€ndiger digitaler Assistent fungiert.

Das geht aus einem internen Memo von Alex Himel hervor, dem VizeprĂ€sidenten fĂŒr Wearables bei Meta. Das GerĂ€t soll sich primĂ€r auf Sprachinteraktionen konzentrieren und ohne Smartphone-Bildschirm auskommen. Ziel ist eine „persönliche Superintelligenz“, die tief in den Alltag der Nutzer integriert ist.

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Testphase fĂŒr 2027 geplant

Die Erprobung des neuen Wearables soll im kommenden Jahr beginnen. Technische Details wie Kameras oder spezifische Sensoren stehen noch nicht fest. Klar ist jedoch die Ausrichtung: eine persistente, sprachgesteuerte KI.

Der Vorstoß folgt auf die Übernahme des Start-ups Limitless im Jahr 2025. Das Unternehmen hatte mit einem ansteckbaren AnhĂ€nger Aufmerksamkeit erregt, der GesprĂ€che aufzeichnete und per KI zusammenfasste. Meta will dieses Know-how nun nutzen, um seine Ambitionen ĂŒber die Brillen-Kooperation mit EssilorLuxottica hinaus zu erweitern.

„Wearables for Work“ und ehrgeizige Absatzziele

Neben dem Endverbrauchermarkt plant Meta einen speziellen Dienst fĂŒr Unternehmen: „Wearables for Work“. Professionelle Anwender sollen durch automatisierte Protokollierung und Echtzeit-Informationen produktiver arbeiten.

Die wirtschaftliche Dringlichkeit ist deutlich: Die Hardware-Sparte Reality Labs verzeichnete im ersten Quartal einen Verlust von 4,03 Milliarden US-Dollar bei nur 402 Millionen US-Dollar Umsatz. Um gegenzusteuern, hat sich Meta ehrgeizige Ziele gesetzt. In der zweiten JahreshĂ€lfte will der Konzern insgesamt 10 Millionen Wearable-Einheiten verkaufen – durch neue Produkte und verstĂ€rkte internationale Vermarktung bestehender Modelle wie der KI-Brillen von Ray-Ban und Oakley.

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Kampf um die Vorherrschaft bei ambienter Hardware

Branchenbeobachter sehen das Vorhaben als Versuch, Apple und Google im Bereich „Ambient Computing“ die FĂŒhrung streitig zu machen. WĂ€hrend Smartwatches und smarte Brillen bereits etabliert sind, soll die KI-Halskette Hardware noch unauffĂ€lliger und zugĂ€nglicher machen.

Meta lehnte eine offizielle Stellungnahme zu dem durchgesickerten Memo ab. Die PlĂ€ne zeigen jedoch: Trotz hoher Verluste setzt der Konzern massiv auf physische Schnittstellen fĂŒr sein KI-Ökosystem.

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