Meta und Fourier: Humanoider Roboter Max soll zum Heimhelfer werden
Veröffentlicht am: 01.11.2026 um 00:30 Uhr | Redaktion boerse-global.deAktuelle Berichte beleuchten die Hardware-Ambitionen von Meta Platforms im Bereich der Robotik. Laut einem Bericht des US-Branchenmagazins The Information vom 31. Oktober 2026 hat der Technologiekonzern gemeinsam mit dem chinesischen Startup Fourier einen ersten Prototyp für einen humanoiden Roboter gebaut.
Ziel des Projekts sei die Entwicklung eines verbrauchertauglichen Heimroboters. Gleichzeitig arbeitet das Unternehmen bereits an einer zweiten Version der Maschine, während verschärfte regulatorische Rahmenbedingungen in den USA den grenzüberschreitenden Technologieeinsatz erschweren.
Technische Details und Entwicklungsschritte des Prototyps
Der intern als Max bezeichnete Roboter entstand nach den vorliegenden Informationen in einer Entwicklungszeit von rund drei Monaten. Das Gerät weist eine Körpergröße von rund 1,5 Metern auf und wiegt etwa 48 Kilogramm.
Bei der technischen Ausstattung nutzt die Einheit einen Nvidia-Jetson-Thor-Chip, verfügt über ein Gesichtsdisplay, einen integrierten Lautsprecher sowie fünffingrige Hände. Im späten August 2026 wurde der Prototyp internen Mitarbeitern des Unternehmens vorgeführt.
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Für die Realisierung des Vorhabens hielt sich Li-Chen Miller, Vizepräsidentin für Robotik bei Meta, fast zwei Monate lang im Werk von Fourier in Shanghai auf. Seit September 2026 befindet sich bereits eine zweite Version unter der Bezeichnung Max 2 in der Entwicklung.
Dieses Folgemodell soll mit einem überarbeiteten Torso, verbesserten Händen und zusätzlichen Treppensensoren ausgerüstet werden. Konzeptuell sieht Meta humanoide Plattformen als funktionale Erweiterung des KI-Agenten Muse für Aufgaben im häuslichen Umfeld.
Forschungsfokus und unbestätigte Spezifikationen
Gegenüber Medienvertretern stellte Meta klar, dass der Schwerpunkt der Aktivitäten rein auf interner Forschung liege. Es gebe gegenwärtig weder Pläne für einen Verkauf der Einheiten noch einen konkreten Zeitplan für ein marktreifes Produkt.
Die Nachrichtenagentur Reuters wies zudem darauf hin, dass sich die Angaben bisher nicht unabhängig bestätigen ließen. Weder Meta noch Fourier hätten offizielle Spezifikationen, Demonstrationsvideos oder wissenschaftliche Veröffentlichungen publiziert. Auch das zugrundeliegende Steuerungsmodell der Roboter wird in den Berichten nicht genannt.
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Zunehmende Hürden durch US-Handelsbeschränkungen
Die Kooperation mit einem chinesischen Fertigungspartner bewegt sich in einem zunehmend restriktiven sicherheits- und handelspolitischen Umfeld. Im September 2026 setzte die US-Telekommunikationsbehörde FCC hochentwickelte ausländische Roboter auf die sogenannte Covered List.
Den Vorgaben zufolge muss der US-Anteil an den Komponentenkosten bis zum Jahr 2028 bei über 65 Prozent liegen und ab 2029 auf über 75 Prozent steigen. Parallel dazu liegt ein Regierungsvorschlag vor, die Importfreimenge für ausländische Forschungsgeräte drastisch von 4.000 auf 40 Einheiten zu senken.
Vor dem Hintergrund der hohen Gesamtausgaben des Konzerns für zukunftsweisende Technologien belasten auch die finanziellen Rahmenbedingungen das Vorhaben; die Ratingagentur S&P senkte den Ausblick für Meta zuletzt auf negativ. Die neuen Regulierungsinitiativen verdeutlichen die wachsenden Hürden für Technologiekonzerne, globale Forschungs- und Fertigungsketten in Schlüsselbereichen wie der Robotik aufrechtzuerhalten.
