Meta-Urteil, Millionen

Meta-Urteil: 567 Millionen Dollar fĂŒr psychische SchĂ€den bei Kindern

Veröffentlicht am: 07.08.2026 um 11:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Gericht in New Mexico verurteilt Meta zu 567 Millionen Dollar wegen GefĂ€hrdung der Jugend. ZusĂ€tzlich gelten strenge Auflagen fĂŒr die Plattformen.

New Mexico: Meta zu 567 Millionen Dollar Schadensersatz verurteilt
Ein verschwommenes Smartphone in einer Kinderhand vor einem dunklen Hintergrund, das den digitalen Druck durch soziale Medien symbolisiert. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Ein Gericht in New Mexico hat Meta zu 567 Millionen US-Dollar Schadensersatz verurteilt. Die Plattformen des Konzerns gefĂ€hrden laut Urteil die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Richter Bryan Biedscheid folgte damit der Argumentation von Generalstaatsanwalt RaĂșl Torrez.

Milliardenfonds fĂŒr geschĂ€digte MinderjĂ€hrige

Die Summe fließt in einen Fonds fĂŒr Behandlung und PrĂ€vention psychischer SchĂ€den bei MinderjĂ€hrigen. Rund 420 Millionen US-Dollar sind fĂŒr direkte Behandlungsmaßnahmen vorgesehen, der Rest fĂŒr prĂ€ventive Programme.

Der Richter verglich die Auswirkungen der Plattformen mit einer Form öffentlicher BeeintrĂ€chtigung. In der UrteilsbegrĂŒndung bezeichnete er die psychischen SchĂ€den sinngemĂ€ĂŸ als eine Art Verschmutzung, die durch den Betrieb der sozialen Netzwerke entstehe.

Strenge Auflagen fĂŒr fĂŒnf Jahre

ZusÀtzlich zur Geldstrafe verhÀngte das Gericht weitreichende Auflagen:

  • NutzungsbeschrĂ€nkungen: Monatliche Zeitlimits von 90 Stunden fĂŒr jugendliche Nutzer
  • KontaktbeschrĂ€nkungen: Erwachsene dĂŒrfen MinderjĂ€hrigen nicht mehr proaktiv als Kontakte empfohlen werden
  • Benachrichtigungskontrolle: EingeschrĂ€nkte Notifications fĂŒr die junge Zielgruppe
  • Schutzmaßnahmen: Besserer Schutz bei KI-Chatbots sowie eine „One-Strike-Policy“ bei sexueller Ausbeutung
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Meta hat bereits Berufung angekĂŒndigt.

Juristischer Dauerbrenner

Die Strafe ist nicht die erste finanzielle Belastung fĂŒr Meta in diesem Jahr. Bereits im MĂ€rz verurteilte ein Gericht den Konzern zu 375 Millionen US-Dollar wegen VerstĂ¶ĂŸen gegen Verbraucherschutzgesetze. Mit dem neuen Urteil summiert sich die Strafzahlung in New Mexico auf 942 Millionen US-Dollar.

Und die juristischen Baustellen reißen nicht ab: In MĂŒnchen prĂŒft ein Gericht eine Klage wegen anlassloser ÜberprĂŒfung von Chat-Nachrichten. Eine entsprechende EU-Ausnahmeverordnung war im FrĂŒhjahr ausgelaufen. Parallel geht Meta selbst gegen die NSO Group vor – der Firma werden neue Spear-Phishing-Angriffe ĂŒber WhatsApp vorgeworfenn.

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