Microsoft, Copilot

Microsoft 365 Copilot: Kauf ab Dezember 2026 ohne Basisabo möglich

Veröffentlicht am: 21.10.2026 um 04:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Microsoft löst Copilot-Lizenzen vom Basisabo; nutzungsbasierte Abrechnung startet für CSP-Neulizenzen, jedoch nicht in Deutschland.
Ein minimalistischer, leerer Konferenzraum mit Glaswänden und Blick auf eine verschwommene Stadtlandschaft bei Tagesanbruch. Illustration mit AI erstellt.

Microsoft entkoppelt den Erwerb seiner generativen Assistenten künftig von bestehenden Softwarepaketen. Wie der Konzern im Partner Center mitteilte, lassen sich Microsoft 365 Copilot sowie Copilot Business ab dem 1. Dezember 2026 ohne ein vorher zwingend vorgeschriebenes, qualifizierendes Microsoft-365-Basisabonnement beziehen.

Die Neuerung gilt für sämtliche Vertriebswege einschließlich des Cloud-Solution-Provider-Programms (CSP) und umfasst Unternehmenskunden, Bildungseinrichtungen, Behörden sowie gemeinnützige Organisationen.

Laut Microsoft bleibt das Preisniveau dabei unverändert. Entsprechende eigene Produktnummern sollen vor der Veröffentlichung der offiziellen Preislisten-Vorschau am 1. November 2026 bereitgestellt werden.

Bestehende Angebote im Portfolio wurden bereits am 16. Oktober 2026 mit dem Zusatz „(add-on)“ gekennzeichnet und stehen über den Partnerkanal ab dem 1. Dezember 2026 nicht mehr für den Neuverkauf zur Verfügung.

Für Bestandskunden soll sich dadurch im laufenden Betrieb wenig ändern: Sie können ihre bestehenden Verträge verlängern und die Zahl der Plätze weiterhin flexibel anpassen. Bei der Nutzung gilt weiterhin die Einschränkung, dass Microsoft Copilot lediglich in cloudgestützten Microsoft-365-Anwendungen unterstützt wird, nicht hingegen in lokal installierter Office-Software.

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Nutzungsbasierte Abrechnung und regionale Einschränkungen

Für Neulizenzen von Copilot Business über CSP-Partner plant der Softwarekonzern ab dem 1. Dezember 2026 eine Umstellung des Abrechnungsmodells. Ab diesem Stichtag soll eine nutzungsbasierte Abrechnung voreingestellt sein, nachdem diese Maßnahme ursprünglich bereits für den 2. November vorgesehen war.

Als Standardlimit sind dabei 4.000 Copilot Credits je Nutzer und Monat vorgesehen, wobei Unternehmen diesen Wert anpassen können. Als Rechenbeispiel nennt Microsoft ein Kontingent von bis zu 400.000 monatlichen Credits für eine Organisation mit 100 Nutzern.

Dieser Automatismus greift allerdings nicht weltweit: Die Voreinstellung der verbrauchsabhängigen Abrechnung ist zum Start in Deutschland nicht verfügbar. Die gleiche Ausnahme gilt unter anderem auch für Australien, Belgien, Brasilien, Frankreich, Indien, Italien, Korea, die Niederlande, Polen und Spanien.

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Erweiterte Steuerungsmöglichkeiten für Unternehmensdaten

Flankierend zu den Vertriebsänderungen kündigte Microsoft eine öffentliche Testversion neuer Kontrollfunktionen für Administratoren an. Über die Mitteilung mit der Kennung MC1518036 wird die Verwaltung von Daten aus Geschäftsanwendungen in Work IQ geregelt, die bis zum 17. November 2026 erreichbar sein soll.

Nach Angaben des Unternehmens berücksichtigt Work IQ bestehende Berechtigungen für Daten aus Geschäftsanwendungen sowie KI-Erfahrungen vollständig. Eine Aktivierung führe weder zu einem Ersatz noch zu einer Erweiterung bereits bestehender Zugriffsrechte für Nutzer, Agenten, Anwendungen oder Datensätze.

Die Richtlinienverwaltung erfolgt künftig über drei getrennte Ebenen. Administratoren für künstliche Intelligenz steuern globale Parameter über die Einstellungen im Administrationszentrum von Microsoft 365 sowie den Bereich Work IQ MCP unter Agenten und Werkzeuge. Plattform- und Umgebungsadministratoren wählen im Verwaltungszentrum der Power Platform die zulässigen Umgebungen aus.

Entwickler und App-Ersteller bestimmen schließlich auf granularer Ebene die einzelnen Anwendungen und Datenquellen, da eine freigegebene Umgebung nicht automatisch alle darin enthaltenen Programme umfasst. Wesentliche Anpassungen oder Einschränkungen für Endanwender werden laut Microsoft durch diese Neuerung nicht erwartet.

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