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Microsoft 365 E7: Neue Suite mit KI und Sicherheit für 99 Euro

Veröffentlicht: 07.07.2026 um 14:04 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Microsofts neue E7-Lizenz bündelt KI, Sicherheit und Compliance. Parallel dazu startet die 2,5-Milliarden-Euro-Initiative Frontier Company.

Microsoft startet M365 E7 Frontier Suite für 99 Euro
Microsoft - Holografisches Microsoft 365-Logo, umgeben von leuchtend blauen und grünen KI-Netzmustern und Sicherheitssymbolen auf dunklem Hintergrund. 07.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der Softwarekonzern Microsoft hebt seine Produktivitätsplattform auf ein neues Level: Ab sofort ist die Microsoft 365 E7 „Frontier Suite" für 99 Euro pro Nutzer und Monat erhältlich.

Der am heutigen Dienstag gestartete Tarif vereint die fortsrittlichsten KI-, Sicherheits- und Compliance-Funktionen des Konzerns in einem einzigen Paket. Die Einführung folgt auf eine Reihe tiefgreifender Umstrukturierungen bei Microsoft, darunter die Gründung einer milliardenschweren Engineering-Einheit und eine breite Preisanpassung für Geschäftskunden, die Anfang Juli in Kraft trat.

KI und Sicherheit unter einem Dach

Die E7-Lizenz richtet sich an Unternehmen, die eine tiefe Integration künstlicher Intelligenz benötigen. Sie kombiniert die bisherigen Funktionen von M365 E5 mit dem „Wave 3" Copilot, der die neue Work-IQ-Funktion enthält. Zudem bündelt das Paket mehrere Premium-Dienste, die bislang separat verwaltet wurden – darunter die Entra Suite, Purview, Intune und Advanced Defender.

Ein zentrales Element ist Agent 365, das im Frühjahr die allgemeine Verfügbarkeit erreichte. Der Dienst behandelt KI-Agenten als eigenständige Identitäten innerhalb des Microsoft Graph und unterstellt sie denselben Sicherheitsprotokollen wie menschliche Mitarbeiter. Zwar bleibt Agent 365 auch als Einzellizenz für 15 Euro pro Monat erhältlich, doch die Integration in die E7-Suite soll Großunternehmen die Bereitstellung erleichtern.

Die 2,5-Milliarden-Euro-Initiative „Frontier Company"

Parallel zur Software-Einführung startete am 2. Juli 2026 die „Frontier Company" – eine neue interne Geschäftseinheit mit einem Budget von 2,5 Milliarden Euro. Rund 6.000 Ingenieure und Branchenspezialisten arbeiten unter der Leitung von Rodrigo Kede Lima daran, technische Experten direkt in Kundenorganisationen zu platzieren. Ziel ist es, die KI-Einführung zu beschleunigen und messbare Ergebnisse zu liefern.

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Frontier Company markiert einen Strategiewechsel: Microsoft setzt verstärkt auf Engineering-Support statt auf traditionelle Vertriebsteams. Die Einheit unterstützt mehrere KI-Modelle, darunter solche von OpenAI und Anthropic, und garantiert, dass Kundendaten nicht für das Modelltraining verwendet werden. Zu den ersten Anwendern gehören Unilever, Land O'Lakes, LSEG und Novo Nordisk. Auch Partnerschaften mit Accenture, EY, KPMG und PwC wurden geschlossen.

Preisanpassungen und nutzungsbasierte Modelle

Der E7-Start folgt auf eine allgemeine Preiserhöhung für Microsoft-365-Geschäftslizenzen, die am 1. Juli 2026 wirksam wurde. Die monatlichen Kosten für Microsoft 365 E3 stiegen von 36 auf 39 Euro, die E5-Stufe von 57 auf 60 Euro. Auch die eigenständige Copilot-Business-Lizenz verteuerte sich von 18 auf 21 Euro pro Monat.

Darüber hinaus führte Microsoft ein neues verbrauchsbasiertes Preismodell für Copilot Cowork ein, das langlaufende Aufgaben übernimmt. Seit dem 1. Juli wird die Nutzung über ein Creditsystem abgerechnet. Einfache Aufgaben verbrauchen zwischen 100 und 300 Credits, komplexe Vorgänge 700 oder mehr. Kunden können Kapazitätspakete mit 25.000 Credits für 200 Euro pro Monat erwerben oder einen Pay-as-you-go-Tarif von 0,01 Euro pro Credit nutzen.

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Personalabbau zugunsten von KI-Experten

Die Neuausrichtung auf KI-gesteuerte Engineering-Dienstleistungen hat weitreichende Folgen für die Belegschaft. Anfang Juli 2026 bestätigte Microsoft den Abbau von rund 5.000 Stellen – etwa 2,1 Prozent der Gesamtbelegschaft. Betroffen sind vor allem die Xbox-Sparte und der kommerzielle Vertrieb, während das Unternehmen Ressourcen in Richtung KI-Talente umschichtet.

Dieser Wandel erfolgt vor dem Hintergrund massiver Investitionen in die Infrastruktur. Microsoft meldete für das Geschäftsjahr 2026 Investitionsausgaben von 190 Milliarden Euro – ein Anstieg um 61 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die KI-Umsätze des Konzerns haben inzwischen eine jährliche Rate von 37 Milliarden Euro erreicht. Microsoft-Vizepräsident Kees Hertogh betonte, die aktuelle Strategie setze auf einen menschenzentrierten Ansatz bei KI. Ziel sei es, Arbeitsabläufe mit Tools wie dem Dragon Copilot neu zu gestalten, der in der Gesundheitsbranche bereits erhebliche Zeitersparnisse bei der Patientendokumentation gebracht habe.

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