Microsoft, GPT-56

Microsoft 365: GPT-5.6 mit 400 Millionen Nutzern gestartet

Veröffentlicht: 13.07.2026 um 05:32 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Microsoft rüstet seine Office-KI auf das neue GPT-5.6 auf. Drei spezialisierte Modelle und ein Ultra-Modus sollen die Produktivität steigern.

Microsoft 365 Copilot: Umstellung auf GPT-5.6 bringt drei KI-Modelle
Zukunftsorientierter Serverraum mit leuchtend blauen Datenströmen, die fortschrittliche KI-Integration und Datenverarbeitung symbolisieren. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

6-Familie umgestellt. Ab sofort arbeiten Word, Excel, PowerPoint und der Chat-Assistent mit dem aktualisierten Sprachmodell von OpenAI.

Die Umstellung erfolgte am heutigen Montag und betrifft das gesamte Microsoft 365 Copilot-Ökosystem. Auch die erst kürzlich eingeführte Cowork-Funktion profitiert von der neuen Technologie. Über die OpenAI-Schnittstelle werden die verbesserten Fähigkeiten an die Anwendungen ausgeliefert.

Drei Modelle für unterschiedliche Aufgaben

Die Integration bringt drei verschiedene Modellvarianten mit sich, die auf spezifische Arbeitsbereiche zugeschnitten sind. Das Sol-Modell ist für anspruchsvolle Programmier- und Sicherheitsaufgaben optimiert. Terra fungiert als Standard für alltägliche Produktivitätsaufgaben. Luna wiederum ist als kostengünstige Alternative für einfache Routinevorgänge gedacht.

In ersten Tests erreichte Sol im Programmierindex 80 Punkte und übertraf damit Konkurrenzmodelle wie Anthropics Claude Fable5. Bei spezifischen Softwareentwicklungs-Benchmarks liegt es allerdings noch hinter einigen Wettbewerbern zurück. Für besonders komplexe Workflows bietet ein Ultra-Modus die Möglichkeit, 16 parallele Unter-Agenten gleichzeitig arbeiten zu lassen.

Microsoft-Manager Nitin Agrawal und OpenAIs Nikunj Handa bestätigten den Wechsel zu GPT-5.6 nach der allgemeinen Veröffentlichung Anfang Juli. US-Partner hatten bereits seit Ende Juni privaten Zugriff auf das Modell.

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Neue Datenverarbeitung ab Ende Juli

Die Umstellung geht mit Änderungen bei den Datenverarbeitungsvereinbarungen einher. Ab dem 24. Juli 2026 wird OpenAI offiziell als Unterauftragsverarbeiter für Microsoft 365 Copilot und Copilot Studio aktiviert. Administratoren können diese Einstellung zwar seit dem 9. Juli im Admin-Center verwalten, doch Ende des Monats erfolgt die automatische Aktivierung – sofern niemand manuell eingreift.

Die Aktualisierung betrifft nicht die Azure-OpenAI-Dienste und wird durch die Enterprise Data Protection (EDP) abgesichert. Für die Cowork-Funktion, die seit dem 16. Juni allgemein verfügbar ist, können Nutzer nun zwischen GPT-5.6 Sol, Terra und älteren Versionen wählen. Cowork integriert zudem Imagen 2 für die Bildgenerierung und speichert gemeinsame Dateien in dedizierten OneDrive-Ordnern.

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Wirtschaftlicher Erfolg trotz interner Umstrukturierung

Die Aufwertung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Microsofts KI-Assistenten beachtliche Wachstumszahlen vorweisen. Mit über 400 Millionen monatlich aktiven Nutzern generiert Copilot schätzungsweise 8,4 Milliarden Euro zusätzlichen Jahresumsatz. Eine Studie von Forrester belegt zudem, dass das Tool Wissensarbeitern durchschnittlich 3,6 Stunden pro Woche spart und die Produktivität von Entwicklern um 35 Prozent steigert.

Trotz dieser Erfolge läuft parallel ein interner Umbau: Microsoft hat kürzlich 4.800 Stellen gestrichen, um sich stärker auf die Unternehmens-KI zu konzentrieren. Marktdaten zeigen, dass zwar 38 Prozent der Firmen die Technologie eingeführt haben, aber rund 30 Prozent der gekauften Lizenzen kaum genutzt werden.

Wettbewerb verschärft sich

Im weiteren KI-Sektor hat OpenAI zudem ChatGPT Work gestartet – einen speziellen Agenten für mehrstufige Arbeitsabläufe, der mit Slack, Teams und Google Drive zusammenarbeitet. Gleichzeitig kündigte OpenAI an, den Atlas-Browser am 9. August 2026 einzustellen. Die Konkurrenz schläft nicht: Unternehmen wie SpaceXAI und Meta bringen aktualisierte Modelle auf den Markt, um mit GPT-5.6 mitzuhalten.

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