Microsoft, Postfachgröße

Microsoft 365: Postfachgröße verdoppelt sich auf 100 GB

Veröffentlicht am: 25.07.2026 um 16:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsoft kündigt Signaturbilder für Outlook Mobile an und verdoppelt Postfachspeicher für Business-Kunden.

Microsoft 365 & Apple Mail: Neue Features und Speicher-Upgrade
MacBook und iPhone auf einem Schreibtisch, die nahtlose Integration von Microsoft 365 und Apple Mail darstellen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Verknüpfung von Microsoft 365 mit Apples Mail-App wird für viele professionelle Nutzer zur täglichen Herausforderung. Vor allem in Unternehmen, die auf das Apple-Ökosystem setzen, ist die reibungslose Synchronisation von E-Mails, Kalendern und Kontakten entscheidend. Doch die Konfiguration birgt Tücken – und Microsoft kündigt für den Spätsommer wichtige Neuerungen an.

Exchange oder IMAP: Der richtige Weg für iOS und macOS

Auf dem iPhone oder iPad erfolgt die Einrichtung eines Microsoft-365-Kontos in der Regel über das Exchange-Protokoll. In den Systemeinstellungen wählen Nutzer dafür die Option „Microsoft Exchange“ aus. Die automatische Konfiguration funktioniert meist problemlos. Nur wer manuelle Einstellungen vornehmen muss, benötigt den Server man.outlook.com. Experten empfehlen, Push-Benachrichtigungen zu aktivieren – so landen neue E-Mails in Echtzeit auf dem Gerät.

Anders sieht es auf dem Mac aus: Hier wird das Konto über die Systemeinstellungen unter „Internetaccounts“ eingerichtet. Wer den nativen Exchange-Zugang umgehen möchte, kann auf IMAP ausweichen. Die technischen Daten: Server smtp.office365.com, Port 587. Ein wichtiger Hinweis: Ist die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) aktiv, kann ein app-spezifisches Passwort erforderlich sein.

Doppelt so viel Speicher: Microsoft erhöht Postfachgrößen

Microsoft hat die Speicherkapazitäten seiner Cloud-Infrastruktur aufgestockt. Für die Abonnements Business Basic, Standard und Premium wachsen die Postfächer von 50 auf 100 Gigabyte. Das ist ein gewaltiger Sprung – zum Vergleich: Ein kostenloses iCloud-Mail-Konto bietet gerade einmal 5 GB.

Die Sicherheit der Datenübertragung hat dabei oberste Priorität. Apples iCloud-Mail setzt seit 2011 auf Transport Layer Security (TLS) und bietet Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für die eigenen Dienste. Auf Microsoft-Seite kommen zunehmend OAuth- und Azure-basierte Konfigurationen zum Einsatz. Client-ID und Tenant-ID ersetzen dabei die klassische Passwortweitergabe – ein deutlicher Sicherheitsgewinn.

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Neue Signaturen und alte Synchronisationsprobleme

Microsoft bereitet für seine mobile Welt eine interessante Neuerung vor: Zwischen Ende August und Ende September 2026 erhalten Outlook für iOS und Android die Möglichkeit, Signaturbilder direkt aus OneDrive einzufügen. Die Funktion „Aus Dateien auswählen“ ist standardmäßig aktiviert und erlaubt eine professionellere Branding-Gestaltung.

Doch nicht alles läuft rund. Nutzer der „Classic“-Version von Outlook unter Windows 11 berichten von hartnäckigen Synchronisationsproblemen mit iCloud. Und während Microsoft-365-Konten auf allen Apple-Geräten native Abwesenheitsnotizen unterstützen, sieht die Sache bei IMAP- und POP3-Konten in der „New“-Outlook-Oberfläche anders aus: Hier fehlt die Funktion – Workarounds über Regeln sind nötig.

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Migration: Wenn der Umzug ins Stocken gerät

Für Unternehmen, die den Anbieter wechseln, gab es im März 2026 eine unerwartete Unterbrechung: GoDaddy pausierte ein spezifisches E-Mail-Migrationsprojekt für Host-Europe-Kunden. Betroffen war der Umzug von IMAP/POP zu Microsoft 365. Der Grund: spezielle technische Anforderungen einer Teilgruppe. Die Mehrheit der Migrationen sei jedoch abgeschlossen, hieß es.

Wer individuell von Office 365 zu iCloud wechseln möchte, greift oft zu professionellen Werkzeugen wie dem BitRecover Office 365 Backup Tool. Die Software überträgt E-Mails, Kontakte und Kalender via IMAP. Alternativ geht es auch manuell: Beide Konten in Apples Mail-App auf dem Mac einrichten und die Ordner per Drag & Drop verschieben.

Für Entwickler, die eine Brücke zwischen den Systemen schlagen müssen, gibt es selbst gehostete Lösungen. EmailEngine bietet eine REST-API, die mit Microsoft 365 und Gmail interagiert – ohne Daten auf fremden Servern zu speichern. Webhooks und Bulk-Exports für die E-Mail-Verarbeitung auf Unternehmensebene sind inklusive.

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