Microsoft, Preiserhöhungen

Microsoft 365: Preiserhöhungen für Millionen ab Juli

30.05.2026 - 22:39:54 | boerse-global.de

Microsoft treibt die Umstellung auf Microsoft 365 voran und erhöht die Preise für viele Abos. Eine europäische Alternative steht in den Startlöchern.

Microsoft 365: Preiserhöhungen für Millionen ab Juli - Foto: über boerse-global.de
Microsoft 365: Preiserhöhungen für Millionen ab Juli - Foto: über boerse-global.de

Microsoft schließt die Ära von Office 365 endgültig ab. Der Konzern vollzieht die Umbenennung zu Microsoft 365 – und das hat handfeste Konsequenzen für Millionen Nutzer. Ab dem 1. Juli 2026 steigen die Preise für zahlreiche Abonnement-Modelle. Gleichzeitig kündigt sich mit „Euro-Office" eine europäische Alternative an, die noch im Juni auf den Markt kommen soll.

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Was sich hinter dem neuen Namen verbirgt

Microsoft 365 ist mehr als nur ein neuer Markenname. Während die alte Office-365-Bezeichnung vor allem die klassischen Cloud-Apps wie Word, Excel und Teams umfasste, bündelt die neue Suite zusätzliche Sicherheits- und Verwaltungstools. Höhere Tarife wie Business Premium oder E5 enthalten nun Dienste wie Microsoft Defender, Intune und Azure AD Premium.

Der entscheidende Unterschied zu den Einmalkäufen wie Microsoft Office 2024: Das Abo-Modell bietet automatische Updates und Zugriff auf mehreren Geräten. Für Gelegenheitsnutzer bleiben die einmaligen Lizenzen eine Option – allerdings laufen die Sonderaktionen für Office 2024 und Office 2021 am 31. Mai aus.

Die neuen Preise ab Juli

Die angekündigten Erhöhungen treffen vor allem Geschäftskunden. Business Basic steigt von 6 auf 7 Euro pro Nutzer und Monat, Business Standard von 12,50 auf 14 Euro. Noch deutlicher fällt der Aufschlag bei den Enterprise-Tarifen aus: E3 kostet künftig 39 Euro, E5 sogar 60 Euro.

Die prozentual stärksten Steigerungen gibt es bei den Frontline-Plänen: F1 verteuert sich um satte 33 Prozent auf 3 Euro, F3 um 25 Prozent auf 10 Euro. Wer die alten Preise sichern will, muss bis zum 30. Juni buchen. Die Preise für Copilot und Teams bleiben von dieser Runde unberührt.

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Milliarden-Deal und KI-Offensive

Dass Microsofts Cloud-Dienste auch bei Regierungen hoch im Kurs stehen, zeigt ein aktueller Großauftrag: Das US-Verteidigungsministerium schloss einen Fünf-Jahres-Vertrag über umgerechnet rund 9 Milliarden Euro mit Dell Federal Systems für Microsoft-Technologien. Im Paket enthalten: Microsoft 365 und diverse Cloud-Dienste zur Modernisierung der digitalen Infrastruktur.

Parallel dazu treibt der Konzern seine KI-Integration voran. Am 28. Mai startete ein großes Update für Copilot in Microsoft 365, das schnellere Startzeiten und eine kontextabhängige Benutzeroberfläche bringt. Noch für den Sommer 2025 ist eine „Super App" unter dem Projektnamen „Delivering one Copilot" geplant, die verschiedene KI-Tools wie GitHub Copilot und Copilot Chat in einer Oberfläche vereinen soll.

Euro-Office: Die Antwort aus Europa

Während Microsoft sein Ökosystem weiter ausbaut, formiert sich Konkurrenz. Am 9. Juni 2026 erscheint die erste stabile Version von Euro-Office – einer gemeinschaftlich entwickelten Büro-Suite aus Europa.

Hinter dem Projekt stehen Nextcloud, IONOS und EuroStack. Ihr Fokus: Digitale Souveränität. Die Software lässt sich in bestehende Plattformen integrieren und unterstützt kollaboratives Bearbeiten von Dokumenten. Euro-Office positioniert sich damit als direkter europäischer Gegenentwurf zu Microsoft 365 und Google Workspace. Ob das Angebot den etablierten Riesen ernsthaft gefährden kann, wird sich zeigen – der Bedarf an datenschutzkonformen Alternativen ist in Europa jedenfalls riesig.

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