Microsoft-Ausfall: Teams, Outlook, SharePoint lahm – CVE-2026-50522
Veröffentlicht am: 24.07.2026 um 00:08 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ein schwerwiegender Dienstausfall hat am heutigen Donnerstag zahlreiche Microsoft-Plattformen in Nordamerika lahmgelegt. Betroffen waren unter anderem Microsoft Teams, Outlook, OneDrive, SharePoint und Xbox Live. Der Konzern bestätigte die Störung unter der Kennung MO1437424 und leitete umgehend Gegenmaßnahmen ein.
Zehntausende Nutzer melden Probleme
Die Ausfälle begannen kurz nach 10:30 Uhr ET. Auf dem Portal Downdetector gingen zeitweise über 6.000 Meldungen ein. Besonders hart traf es SharePoint: Rund 78 Prozent aller Beschwerden entfielen auf die Kollaborationsplattform. Auch Excel Online (elf Prozent) und das Microsoft 365 Admin Center (sechs Prozent) waren betroffen.
Microsoft reagierte, indem es den Netzwerkverkehr umleitete und die Ursachen analysierte. Ein Cyberangriff wurde ausgeschlossen. Im Laufe des Vormittags normalisierte sich die Lage allmählich.
Schon zuvor lief es nicht rund
Der heutige Ausfall ist nicht der erste technische Rückschlag in dieser Woche. Bereits am Dienstag veröffentlichte Microsoft ein kritisches Update für Windows 11: Ein Sicherheitspatch vom 13. Januar hatte Synchronisationsprobleme in Outlook und Cloud-Diensten wie OneDrive ausgelöst. Mails verschwanden, Anwendungen reagierten nicht.
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Auch die Windows Server Update Services (WSUS) machten Probleme. Seit dem 17. Juli bremsten angesammelte Test-Detectoids die Server aus. Ein serverseitiger Fix vom 18. Juli und ein Bereinigungsverfahren (KB5121986) vom 20. Juli brachten schließlich Abhilfe.
Die Microsoft Fabric-Dienste liefen dagegen ab dem 21. Juli wieder stabil – nach zwischenzeitlichen regionalen Störungen, darunter SQL-Endpunkt-Probleme in Northcentral US und Datenbank-Replikationsfehler.
Sicherheitswarnung: Kritische Lücke in SharePoint
Parallel zu den Ausfällen schlug die US-Cybersicherheitsbehörde CISA Alarm. Eine als CVE-2026-50522 registrierte Schwachstelle in SharePoint ermöglicht Remote-Code-Ausführung – bei einem CVSS-Score von 9,8 (maximal 10). Erste Angriffe wurden bereits registriert.
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Microsoft reagierte mit einer ungewöhnlich strikten Anweisung: Administratoren sollen kritische Patches innerhalb von drei Tagen einspielen. Branchenexperten sehen darin einen deutlichen Kurswechsel – die durchschnittliche Patch-Zeit in Unternehmen liegt bei über 40 Tagen.
Personalabbau und Lehren aus der Vergangenheit
Die jüngsten Pannen fallen in eine Phase des Umbruchs. Erst Anfang Juli kündigte Microsoft 605 Stellenstreichungen in Redmond an – Teil einer Umstrukturierung der Xbox-Sparte.
Zudem hat der Konzern aus früheren Großausfällen gelernt. Nach dem Azure-Ausfall 2023 in Sydney, bei dem ein gewitterbedingter Kühlerausfall die Wiederherstellung verzögerte – weil nur drei Mitarbeiter vor Ort waren –, wurden die Nachtschichten in den Rechenzentren aufgestockt.
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