Microsoft, Copilot

Microsoft Copilot: 4.000 Mitarbeiter in Manchester von 24 auf 80%

20.06.2026 - 07:56:09 | boerse-global.de

Microsoft und Hochschulen weltweit fördern KI-Kompetenz mit kostenlosen Tools und umfassenden Trainingsprogrammen für Lehrkräfte.

Microsoft Copilot: Gratis-Zugang für Studierende und Schulungen
Microsoft - Students collaborating on laptops in a modern university library, with a subtle holographic AI interface on a screen. 20.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Kostenlose KI-Tools für Studierende und umfassende Schulungen für Lehrkräfte – Microsoft und Bildungseinrichtungen weltweit beschleunigen den Einsatz künstlicher Intelligenz. Allein in dieser Woche wurden mehrere Programme gestartet, die den Zugang zu Copilot erleichtern und die digitale Kompetenz an Universitäten stärken sollen.

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Gratis-Zugang und bezahlte Botschafter

Das Salt Lake Community College (SLCC) machte am heutigen Samstag den Anfang: Alle Studierenden erhalten ab sofort kostenlosen Zugriff auf Microsoft Copilot. Der Dienst ist über die bestehenden Microsoft-365-Konten nutzbar. Parallel dazu sucht Microsoft seit Juni nach Copilot-Studentenbotschaftern. Das Programm richtet sich an Vollzeitstudierende von Partneruniversitäten, die bereits Erfahrung mit dem KI-Tool haben. Für erfolgreich abgeschlossene Aufgaben – etwa die Vermittlung der Technologie im Uni-Umfeld – winken Prämien von bis zu 1.500 Euro.

University of Manchester: 4.000 Mitarbeiter geschult

In Großbritannien startete die University of Manchester am Freitag eine groß angelegte Einführung von Microsoft 365 Copilot. Zielgruppe sind Lehr-, Forschungs- und Postgraduierten-Mitarbeiter. Über 4.000 Beschäftigte nahmen an 45 Live-Schulungen teil. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Nutzerkompetenz stieg von 24 auf 80 Prozent. Begleitet wird das Projekt von einer neuen KI-Richtlinie, Feedback-Mechanismen und einer studentischen Beratergruppe.

KI für Flüchtlingscamps und Community Colleges

Doch die Technologie erreicht auch entlegene Regionen. Windle International setzt Microsoft 365 – inklusive Copilot und Forms – in kenianischen und somalischen Flüchtlingslagern ein. Lehrer werden per Microsoft Teams live in überfüllte Klassenräume übertragen. Erste Erfolge: Die Prüfungsergebnisse der Schüler verbesserten sich.

In den USA schafft die University of Phoenix klare Strukturen: Ein 16-stufiges Framework zur Integration generativer KI und prädiktiver Analysen wurde veröffentlicht. Und das Ivy Tech Community College unterzeichnete ein Abkommen mit Microsoft zur Gründung einer Data Center Academy in Indiana – mit Fokus auf Lehrpläne und Fachkräfteentwicklung.

Sicherheitslücke geschlossen, neue Datenschutz-Funktionen

Microsoft hat zudem eine kritische Sicherheitslücke namens SearchLeak geschlossen. Entdeckt von den Varonis Threat Labs, hätte der Fehler über manipulierte URL-Parameter in der Enterprise-Version von Copilot Datenabflüsse ermöglichen können. Ein Server-Patch wurde Anfang Juni ausgerollt.

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Für Ende Juli 2024 plant Microsoft ein Update der Purview-Datenschutzeinstellungen. Geschäftskunden können dann verhindern, dass Copilot Word-, Excel- oder PowerPoint-Dateien analysiert, die als vertraulich markiert sind.

Die K-12-Lücke: Fehlende Strategien für Schulen

Während Hochschulen und Hilfsorganisationen voranschreiten, hinkt der Schulbereich hinterher. Eine Umfrage des EdWeek Research Center aus dem Jahr 2025 zeigt: 73 Prozent der Schulbezirke hatten keine formelle KI-Initiative. Zwar nutzten rund 61 Prozent der Lehrer KI-Tools im Unterricht, doch fehlende Richtlinien und Altersbeschränkungen führen zu ungleichem Zugang für jüngere Schüler.

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