Microsoft, Copilot

Microsoft Copilot Credits: Pay-as-you-go für KI-Assistenten

27.06.2026 - 20:15:58 | boerse-global.de

Microsoft stellt auf nutzungsbasierte Bezahlung für KI um und erhöht Basispreise. Italienische Behörde prüft die neuen Modelle.

Microsoft führt verbrauchsabhängige KI-Abrechnung ein
Microsoft - Bildschirm mit Finanzanalysen und KI-Elementen, die Microsoft Copilot in Wirtschaft und Finanzen zeigen. 27.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Gleichzeitig wächst der Druck aus Europa.

Microsoft verändert die Art, wie Unternehmen für künstliche Intelligenz bezahlen. Ab sofort gibt es eine verbrauchsabhängige Abrechnung für die KI-Dienste des Konzerns. Das neue Modell namens „Copilot Credits“ erlaubt es Firmen, genau das zu bezahlen, was sie auch tatsächlich nutzen.

Pay-as-you-go für KI-Assistenten

Das System funktioniert ähnlich wie eine Prepaid-Karte: Unternehmen zahlen 0,01 Euro pro verbrauchtem Credit. Ein neues Dashboard im Microsoft 365 Admin Center gibt Administratoren die Kontrolle über die Ausgaben. Dort lassen sich Budgets festlegen, Warnschwellen definieren und harte Obergrenzen setzen.

Die Einführung kommt genau richtig. Denn zum 1. Juli 2026 steigen die Preise für die Basis-Abonnements. Business Basic wird von 6 auf 7 Euro pro Monat teurer. Wer die umfangreichen KI-Funktionen nutzen will, muss tiefer in die Tasche greifen.

Die neuen Preise im Überblick

Microsoft bietet verschiedene Stufen für unterschiedliche Bedürfnisse:

  • Copilot Business: 18 Euro pro Nutzer und Monat (Aktionspreis), regulär 21 Euro
  • Enterprise: 30 Euro pro Nutzer und Monat
  • E7 Frontier Suite: 99 Euro pro Nutzer und Monat
  • Agent 365: 15 Euro pro Nutzer und Monat

Die Preise sind bemerkenswert, denn Microsoft hatte erst im April freiwillige Abfindungen für rund 8.750 US-Mitarbeiter angekündigt. KI-Teams waren von den Kürzungen ausdrücklich ausgenommen. Der Konzern setzt voll auf die Technologie.

Neue KI-Funktionen für Finanzexperten

Parallel zur Abrechnungsreform erweitert Microsoft die Fähigkeiten von Copilot in Excel. Finanzabteilungen können jetzt wiederholbare Skills für komplexe Aufgaben erstellen. Dazu gehören Abweichungsanalysen, der Monatsabschluss und die Berechnung von Discounted-Cashflow-Modellen.

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Die Bibliothek enthält vorgefertigte Beispiele. Reports lassen sich direkt als Markdown-Dateien generieren. Für den Datenaustausch hat Microsoft Schnittstellen zu S&P Global, FactSet, Morningstar, CB Insights, Daloopa und PitchBook integriert.

Die integrierten Skills rollen jetzt für Web, Windows und Mac aus. Partner-Lösungen sollen im dritten Quartal 2026 folgen.

Italienische Wettbewerbshüter ermitteln

Die Expansion der KI-Preismodelle hat die europäischen Regulierungsbehörden auf den Plan gerufen. Die italienische Wettbewerbsbehörde AGCM hat am 26. Juni 2026 ein Verfahren gegen Microsoft eingeleitet.

Der Vorwurf: Der Konzern habe Kunden möglicherweise ohne klare Information in teurere Microsoft-365-Tarife gedrängt. Die Kommunikation sei fragmentiert und intransparent gewesen. Microsoft hat Kooperation zugesagt.

Schulungen für die neue KI-Welt

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Angesichts der wachsenden Komplexität bietet Microsoft neue Trainings an. Ein eintägiger Selbstlernkurs zur Microsoft-365- und KI-Administration kostet 695 Euro. Die ersten Termine starten am 11. August 2026.

Die Schulung bereitet auf eine spezielle Copilot- und Agent-Administrations-Zertifizierung vor. Themen sind Lizenzierung, Governance und die Überwachung des KI-Verbrauchs. Ähnliche Programme laufen auch in anderen Regionen an, etwa in Zypern. Dort stehen Prompt-Engineering und Datensicherheit im Copilot-Umfeld auf dem Lehrplan.

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