Microsoft Defender: Fehlerhaftes Update stoppt Scans bei 91%
Veröffentlicht am: 19.08.2026 um 13:35 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ein fehlerhaftes Update für Microsoft Defender hat bei zahlreichen Windows-Nutzern zu Systemabstürzen während Virenscans geführt. Betroffen waren die Engine-Versionen 1.1.26070.7 und 1.1.26080.2 in Kombination mit den Security-Intelligence-Ständen 1.457.222.0 bis 1.457.230.0, wie cyberinsider.com berichtete.
Scans blieben hängen oder stürzten ab
Nach dem Update kam es sowohl bei Quick- als auch bei Full-Scans zu Abstürzen. Besonders auffällig war das Verhalten bei Offline-Scans: Diese blieben nach Angaben von neowin.net regelmäßig bei 91 Prozent hängen, während cyberinsider.com einen etwas weiter gefassten Bereich von 90 bis 93 Prozent nannte, an dem der Scanvorgang zum Stillstand kam. In beiden Fällen war der eigentliche Sicherheitsscan damit faktisch nicht mehr nutzbar, da er nicht mehr abgeschlossen werden konnte.
Für Nutzer bedeutete dies, dass ein zentrales Sicherheitswerkzeug von Windows über einen gewissen Zeitraum nicht zuverlässig funktionierte. Gerade Offline-Scans werden häufig eingesetzt, wenn ein System bereits Anzeichen einer Infektion zeigt und eine gründlichere Prüfung außerhalb der normalen Betriebsumgebung nötig ist. Ein Ausfall an dieser Stelle kann die Fehlersuche bei tatsächlichen Sicherheitsproblemen zusätzlich erschweren.
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Microsoft reagierte mit Korrektur-Update
Microsoft reagierte auf die gemeldeten Probleme mit einem Update auf die Security-Intelligence-Version 1.457.236.0, das den Fehler beheben soll. Sowohl cyberinsider.com als auch neowin.net bestätigten, dass dieses Update zur Fehlerbehebung veröffentlicht wurde.
Nutzer, die von den Abstürzen betroffen waren, sollten demnach sicherstellen, dass ihre Security-Intelligence-Definitionen auf den aktuellen Stand 1.457.236.0 oder höher aktualisiert werden, um die Stabilität der Scan-Funktionen wiederherzustellen.
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Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Problemen ein, die in der Vergangenheit im Zusammenhang mit automatischen Updates von Sicherheitssoftware aufgetreten sind. Da Microsoft Defender auf den meisten Windows-Systemen standardmäßig aktiv ist und automatische Updates erhält, waren potenziell viele Nutzer von dem fehlerhaften Update betroffen, ohne dass sie aktiv eingreifen mussten oder konnten, um den Fehler zu vermeiden.
Für Anwender, die weiterhin Probleme bei Scans feststellen, empfiehlt es sich, die aktuell installierte Version der Security Intelligence über die Windows-Sicherheitseinstellungen zu überprüfen und gegebenenfalls manuell ein Update anzustoßen, um sicherzustellen, dass die korrigierte Version installiert ist.
