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Microsoft Entra ID: Passkeys werden ab September Standardmethode

Veröffentlicht am: 18.08.2026 um 17:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsoft etabliert Passkeys als Standard-Login in Entra ID. Die Abschaltung von SMS- und Sprach-MFA ist für Februar 2027 geplant.

Microsoft Entra ID: Passkeys werden Standard, SMS-MFA endet 2027
Eine Person nutzt einen Laptop in einem modernen Büro, während der Fokus auf dem biometrischen Authentifizierungsprozess liegt. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Softwarekonzern Microsoft leitet eine weitreichende Umstellung seiner Identitäts- und Zugriffslösung Microsoft Entra ID ein. Wie das Unternehmen bekannt gab, werden Passkeys künftig als Standardmethode für den Anmeldungsprozess etabliert.

Diese Maßnahme markiert einen deutlichen Strategiewechsel hin zu phishing-resistenten Authentifizierungsverfahren und läutet das Ende für herkömmliche, auf SMS oder Sprachanrufen basierende Multi-Faktor-Authentifizierungen (MFA) ein.

Zeitplan für die automatische Registrierung

Die Implementierung der neuen Sicherheitsarchitektur erfolgt in mehreren Phasen. Ein entscheidender Schritt ist für den Herbst vorgesehen: Ab dem 1. September 2026 wird Microsoft mit der automatischen Passkey-Registrierung für die betroffenen Nutzergruppen beginnen.

Dieser Prozess soll den Übergang für Organisationen vereinfachen, indem die notwendigen technischen Voraussetzungen für die Nutzung der kryptografischen Schlüssel weitgehend automatisiert geschaffen werden.

Durch die Verwendung von Passkeys, die auf dem FIDO-Standard basieren, wird die Sicherheit der Konten erheblich gesteigert. Im Gegensatz zu Einmal-Codes, die per Textnachricht oder Anruf übermittelt werden, gelten Passkeys als immun gegen gängige Phishing-Angriffe, da sie fest an das jeweilige Gerät und die spezifische Webseite gebunden sind.

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Ende der Unterstützung für SMS- und Sprach-MFA

Mit der Forcierung der Passkey-Technologie geht eine schrittweise Abkehr von älteren Verfahren einher. Microsoft hat angekündigt, dass die Unterstützung für SMS- und sprachbasierte MFA-Methoden innerhalb von Microsoft Entra ID am 1. Februar 2027 enden wird. Damit reagiert das Unternehmen auf die zunehmende Verwundbarkeit dieser klassischen Kommunikationskanäle gegenüber Cyberangriffen wie dem sogenannten SIM-Swapping oder dem Abfangen von Nachrichten durch manipulierte Funkzellen.

Unternehmen und Administratoren erhalten jedoch eine Übergangsfrist, um ihre internen Prozesse und die Benutzerführung anzupassen. Ein Opt-out von der Passkey-Umstellung ist laut den vorliegenden Informationen bis zum Stichtag im Februar 2027 möglich. Dies gibt Organisationen mit komplexen Infrastrukturen die notwendige Zeit, um ihre Sicherheitsrichtlinien zu migrieren und die Belegschaft auf die neuen Anmeldeverfahren vorzubereiten.

Kostenfreie Migration für Unternehmenskunden

Ein wesentlicher Aspekt der angekündigten Strategie ist die Kostenstruktur der Umstellung. Microsoft betonte, dass die Migration zu Passkeys innerhalb von Microsoft Entra ID keine zusätzlichen Kosten verursacht. Die Bereitstellung der notwendigen Funktionen erfolgt im Rahmen der bestehenden Abonnements.

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Die Initiative ist Teil einer breiteren Branchenbewegung, die darauf abzielt, Passwörter und unsichere MFA-Faktoren langfristig zu ersetzen. Experten bewerten den Schritt als notwendige Reaktion auf die Professionalisierung der Organisierten Kriminalität im Bereich des Identitätsdiebstahls.

Da Passkeys biometrische Merkmale oder lokale PINs zur Entsperrung nutzen, wird nicht nur die Sicherheit erhöht, sondern in vielen Fällen auch der Anmeldevorgang für die Endnutzer beschleunigt.

Für Administratoren bedeutet dies in den kommenden Monaten eine verstärkte Auseinandersetzung mit den Konfigurationsmöglichkeiten von Entra ID, um die automatische Registrierung ab September 2026 reibungslos in die bestehende IT-Landschaft zu integrieren. Microsoft signalisiert mit der Festlegung des Enddatums im Februar 2027 eine klare Richtung für die künftige Identitätssicherung in Cloud-Umgebungen.

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