Microsoft Intune: Dienstausfall blockiert Firmenkunden weltweit
Veröffentlicht: 06.07.2026 um 14:57 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Ein schwerwiegender Dienstausfall bei Microsoft Intune sorgt für Frustration in Unternehmen. Nutzer können sich nicht am Windows Company Portal anmelden.
Die Störung, die seit heute Morgen andauert, betrifft tausende Firmenkunden weltweit. Betroffene erhalten beim Login-Versuch lediglich eine Fehlermeldung. Microsoft hat die Ursache identifiziert: Die Company-Portal-App versucht, einen nicht unterstützten Endpunkt zu erreichen.
Update als Lösung
Als Sofortmaßnahme empfiehlt Microsoft, die Company-Portal-App über den Microsoft Store auf Version 11.2.1899.0 zu aktualisieren. Ein Update zum Fortschritt der Behebung wurde für 19:00 Uhr MESZ heute angekündigt. Ob die Störung bis dahin vollständig behoben sein wird, bleibt abzuwarten.
Preiserhöhung bei Microsoft 365
Die aktuellen Probleme fallen mit einer größeren Umstrukturierung zusammen. Seit Anfang Juli integriert Microsoft mehrere Intune-Suite-Erweiterungen – darunter Remote Help, Endpoint Privilege Management und Cloud PKI – direkt in die Lizenzen Microsoft 365 E3 und E5. Diese Änderung, die bis zum 1. August 2026 läuft, ist mit einer Preisanpassung verbunden: Die E3-Lizenz steigt von 33 auf 36 Euro pro Monat, die E5-Lizenz von 52 auf 55 Euro.
Gefährliche Phishing-Welle
Parallel zu den technischen Problemen schlagen Sicherheitsexperten Alarm. Ein neu entdecktes Phishing-Toolkit namens ARToken nutzt OAuth-Gerätecodeflüsse aus. Die Methode umgeht traditionelle Passwortabfragen und stiehlt Zugriffstoken. Besonders perfide: Angreifer können die Berechtigungen bis zu einem Primary Refresh Token eskalieren.
Die Angriffe zielen laut aktuellen Berichten gezielt auf Mitarbeiter in Finanz-, Personal- und Logistikabteilungen. Die Täter setzen dabei auf KI-generierte Phishing-Mails, die täuschend echt wirken.
Notfall-Update fĂĽr Windows 11
Der aktuelle Intune-Dienstausfall blockiert weltweit Firmen-Logins – parallel wütet eine Phishing-Welle mit OAuth-Token-Diebstahl. Unser kostenloser Report liefert die Sofort-Update-Anleitung für das Company Portal, eine Checkliste gegen ARToken-Phishing und den Patch-Management-Guide für die Juli-Updates. Jetzt kostenlosen Sofort-Report anfordern
Microsoft hat zudem ein außerplanmäßiges Update veröffentlicht. Der Patch KB5095093 behebt einen kritischen Shell-Absturz, der Windows 11 24H2 und 25H2 auf Unternehmensgeräten betrifft. Der Fehler – verursacht durch eine Race-Condition, die XAML-Dateien beschädigt – führte häufig zu schwarzen Bildschirmen beim Systemstart.
Betroffen sind vor allem Unternehmens-PCs, die zwischen dem 15. Januar und 3. Februar 2025 eingerichtet wurden. Bisher stand nur eine provisorische PowerShell-Lösung zur Verfügung. IT-Administratoren wird nun dringend empfohlen, das offizielle Juli-Update zu installieren.
Update-Probleme und Verlängerung
Die jüngsten Schwierigkeiten reihen sich in eine Serie von Problemen ein. Das Juni-Update KB5094126 zeigte eine Ausfallrate von 80 Prozent – speziell auf HP-Geschäftsrechnern. Ursachen waren BitLocker-Wiederherstellungsschleifen und Probleme mit der OLE-Automation.
Als Reaktion auf die anhaltenden Stabilitätsbedenken hat Microsoft die erweiterten Sicherheitsupdates (ESU) für Windows 10 bis zum 12. Oktober 2027 verlängert.
Neue Funktionen fĂĽr Cloud-PCs
Trotz der Widrigkeiten erweitert Microsoft die Endpunkt-Funktionen. Anfang Juli kamen neue Windows-365-Boot-Konfigurationen im Intune Settings Catalog hinzu. Geteilte Windows-11-PCs – etwa in Callcentern oder für Desk-Sharing – können nun direkt in einen Cloud-PC-Endpunkt booten. Möglich macht das der Autopilot-Self-Deploying-Modus in Kombination mit FIDO2-Authentifizierung.
Während Microsoft den Intune-Login-Fehler behebt, steigt die Gefahr durch ARToken-Phishing: Angreifer stehlen Zugriffstoken über OAuth-Gerätecodeflüsse – gezielt in Finanz-, Personal- und Logistikabteilungen. Unser Report zeigt, wie Sie Ihre Mitarbeiter schützen und den Shell-Absturz-Patch KB5095093 korrekt einspielen. Phishing-Schutz-Guide jetzt sichern
Neue Zertifizierung
Für IT-Profis hat sich ebenfalls etwas geändert: Die Prüfungen MD-100 und MD-101 wurden durch die MD-102 ersetzt. Diese ist nun Voraussetzung für die Zertifizierung „Microsoft 365 Certified: Endpoint Administrator Associate" und legt den Schwerpunkt auf Intune und Microsoft Entra ID.
