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Microsoft-Supportende: Office 2021 und Exchange erhalten keine Sicherheitspatches mehr

Veröffentlicht am: 18.10.2026 um 21:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Microsoft stellt Sicherheitsupdates für mehrere Office- und Serverprodukte ein; der Oktober-Patchday schloss 1.408 Schwachstellen.
Ein leerer Serverraum mit dunklen, metallischen Serverschränken in einer kühlen, industriellen Umgebung. Illustration mit AI erstellt.

Mit dem turnusmäßigen Oktober-Patchday hat Microsoft die Unterstützung für eine ganze Reihe etablierter Softwareprodukte endgültig eingestellt. Seit dem 13. Oktober 2026 erhalten Office 2021, Office LTSC 2021, Visio LTSC 2021 sowie Project LTSC 2021 keine Sicherheitsaktualisierungen mehr.

Zeitgleich endete auch die Bereitstellung von Updates für Exchange Server 2016 und 2019 sowie für den Skype for Business Server 2015 und 2019. Anwender und Unternehmen müssen sich damit auf wachsende Sicherheitsrisiken einstellen, sofern sie keine Migration einleiten.

Letzte Aktualisierungen und Ende der Übergangsfristen

Am 13. Oktober 2026 wurden letztmalig Fehlerbehebungen für Exchange Server 2016 und 2019 sowie Skype for Business Server 2015 und 2019 an zahlende Kunden der erweiterten Sicherheitsupdates (ESU) verteilt.

Die zweite ESU-Phase deckte den Zeitraum von Mai 2026 bis Oktober 2026 ab, bot jedoch keine Garantie für die tatsächliche Veröffentlichung von Updates und wird nicht mehr verlängert. Microsoft hatte im Vorfeld betont, Kunden lieber bei der Migration zu unterstützen, anstatt weitere ESU-Phasen anzubieten.

Das Support-Ende bei den Büroanwendungen betrifft Office Home & Student 2021, Office Home & Business 2021 für Windows und Mac sowie Office Professional 2021 unter Windows. Enthaltene Programme wie Word, Excel, PowerPoint, Outlook und OneNote lassen sich zwar weiterhin starten und nutzen, das Ausbleiben künftiger Patches birgt jedoch erhebliche Gefahren durch neu auftretende Schwachstellen.

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Migrationsoptionen und Nachfolgeprodukte

Als Nachfolgeoptionen empfiehlt Microsoft den Umstieg auf das cloudbasierte Abonnement Microsoft 365 oder neuere Kauflizenzen. Die Tarife für Microsoft 365 liegen bei 99 Euro pro Jahr oder 10 Euro im Monat für die Personal-Variante, 129 Euro jährlich für das Familienpaket und 219 Euro für die Premium-Version.

Wer Einmalkäufe bevorzugt, kann auf Office Home 2024 für einmalig 149 Euro zurückgreifen, dessen Pflege bis zum 9. Oktober 2029 vorgesehen ist. Auch Office LTSC 2024 soll bis Oktober 2029 mit Sicherheitsupdates versorgt werden.

Rekord-Patchday und technische Komplikationen

Der zeitgleiche Patch-Dienstag im Oktober war mit 1.408 geschlossenen Schwachstellen der bisher umfangreichste in der Geschichte des Konzerns. Der bisherige Höchststand aus dem Jahr 2020 lag bei 1.261 Korrekturen.

Microsoft führt den Anstieg unter anderem auf den Einsatz großer Sprachmodelle bei der Erkennung zurück. 78 Schwachstellen wurden als kritisch eingestuft. Mindestens eine Sicherheitslücke im Windows Shell (CVE-2026-96951 mit einem CVSS-Wert von 8.8) wurde bereits aktiv für Angriffe genutzt.

Zudem wird laut Berichten eine SharePoint-Schwachstelle aktiv attackiert, die Microsoft zunächst als nicht ausgenutzt bewertet hatte. Bislang stehen im laufenden Jahr 26 Microsoft-Lücken im US-Katalog ausgenutzter Sicherheitslücken, die nach Ansicht von Sicherheitsfachleuten vorrangig behoben werden sollten.

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Im Zuge der jüngsten Update-Welle meldete der Softwarekonzern zudem Instabilitäten bei Exchange-Servern. Betroffen sind Installationen von Exchange Server 2016, 2019 sowie der Subscription Edition auf verschiedenen Windows-Server-Versionen.

Zu den Symptomen zählen Verbindungsfehler beim Webzugriff, überlaufende Nachrichtenwarteschlangen und Quorum-Probleme. Als Verursacher identifizierte das Microsoft Exchange Team vier spezifische Windows-Server-Updates (KB5126646, KB5126655, KB5126651 und KB5126868), nicht jedoch die Exchange-eigenen Patches.

Als Zwischenlösung empfiehlt das Unternehmen, den Registry-Wert EpmapSavedContextCap auf 65536 zu setzen und das System neu zu starten. IT-Sicherheitsexperten raten generell dazu, Patches vor dem Ausrollen in isolierten Umgebungen zu testen, internetexponierte Systeme prioritär abzusichern und Systeme ohne Update-Möglichkeit im Netzwerk zu isolieren.

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