Microsoft Teams: Externe Bots landen künftig im Wartezimmer
Veröffentlicht: 01.07.2026 um 06:57 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Gleichzeitig zieht sich Microsoft aus dem chinesischen Markt für Privatkunden zurück und baut Stellen ab.
Bots landen künftig im Wartezimmer
Seit dem 30. Juni 2026 gelten für Microsoft Teams verschärfte Sicherheitsvorkehrungen. Externe Bots erhalten nicht mehr automatisch Zutritt zu Besprechungen. Stattdessen landen sie in einer virtuellen Lobby und warten dort auf die manuelle Freigabe durch einen menschlichen Teilnehmer. Die bisherige „Ein-Klick-Zulassung" wurde für Sitzungen mit Bots komplett abgeschafft.
Das System erkennt automatisierte Teilnehmer künftig präziser – durch Analyse von Infrastruktur-Signalen und Verhaltensmustern. Gleichzeitig baut Microsoft die bisherigen CAPTCHA-Abfragen schrittweise ab. Administratoren können Bot-Zugriffe nun komplett unterbinden oder über eine neue Richtlinie namens „Externe Bots und ihr Zugriff auf Besprechungen verwalten" steuern.
Weitere Verbesserungen sind bereits in Planung: Erlaubnislisten, Prüfprotokolle und umfassendere Berichtsfunktionen sollen folgen. Unabhängige Softwareanbieter müssen zudem ein neues Registrierungsverfahren durchlaufen, um die Kompatibilität mit dem Sicherheitsrahmen zu gewährleisten.
Rückzug aus China
Seit dem 30. Juni 2026 landen externe Bots in Microsoft Teams im Wartezimmer. Administratoren müssen jetzt die neue Bot-Richtlinie konfigurieren, um Sicherheitslücken zu schließen. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen in 3 Schritten, wie Sie Bot-Zugriffe steuern und prüfen. Praxis-Leitfaden jetzt anfordern
Parallel zu den Sicherheitsupdates bereitet Microsoft die Einstellung der kostenlosen Personal Edition von Teams in China vor. Der Desktop- und Webzugang wird zum 28. Juli 2026 eingestellt – die mobile App war bereits im Mai 2025 vom Markt genommen worden.
Die Entscheidung überrascht nicht: Der chinesische Markt wird von lokalen Plattformen dominiert. DingTalk führt mit 32,7 Prozent Marktanteil, gefolgt von WeCom (23,4 Prozent) und Feishu (18,9 Prozent). Microsoft konzentriert sich künftig offenbar auf Unternehmenslösungen und künstliche Intelligenz. Geschäftskunden und Bildungseinrichtungen sind von der Änderung nicht betroffen, ebenso wenig wie die Skype-Dialpad-Dienste.
Stellenabbau und KI-Offensive
Unkontrollierte Bot-Zugriffe in Teams-Besprechungen sind ein wachsendes Sicherheitsrisiko. Mit der neuen Wartezimmer-Funktion haben Sie die Kontrolle – aber nur, wenn Sie die Richtlinie richtig einrichten. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Report, wie Sie automatisierte Teilnehmer erkennen und blockieren. Sicherheits-Report jetzt sichern
Die Service-Änderungen fallen in eine Phase des Umbruchs bei Microsoft. Am 30. Juni kündigte der Konzern einen Stellenabbau von weniger als 2,5 Prozent an – das betrifft mehrere tausend Mitarbeiter in den Bereichen Vertrieb, Beratung und der Xbox-Sparte. Bereits im Juli 2025 hatte Microsoft vier Prozent der Belegschaft entlassen. Allein im Azure-China-Team wurden damals mehr als 200 Stellen gestrichen.
Trotz der Kürzungen treibt der Konzern seine technologische Entwicklung voran. Ebenfalls am 30. Juni integrierte Microsoft die KI-Modelle Claude Opus 4.8 und Haiku 4.5 von Anthropic in Microsoft Foundry. Die Modelle laufen auf der Azure-Infrastruktur mit Nvidia GB300 Blackwell Ultra GPUs. Sie unterstützen Microsoft Entra ID und bieten optionale Funktionen zur Vermeidung von Datenspeicherung für Unternehmenskunden.
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