Microsoft: Windows und Hardware um 7% eingebrochen
Veröffentlicht am: 05.08.2026 um 04:05 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Microsoft hat am 4. August 2026 die Geschäftszahlen für das vierte Quartal des Fiskaljahres 2026 vorgelegt und dabei einen Rückgang bei Windows-OEM-Lizenzen sowie den Verkäufen eigener Geräte gemeldet. Das Minus betrug im Vorjahresvergleich insgesamt 7 %. Damit schnitt der Technologiekonzern jedoch besser ab als von Marktbeobachtern prognostiziert: Die ursprünglichen Erwartungen waren von einem deutlich massiveren Einbruch im mittleren bis hohen Zehnerbereich ausgegangen.
Umsatzentwicklung in der Sparte More Personal Computing
Der Geschäftsbereich „More Personal Computing“, der neben dem Windows-Betriebssystem auch verschiedene Hardware-Produkte umfasst, verbuchte im abgelaufenen Quartal einen Umsatzrückgang von 4 %. Insgesamt erwirtschaftete diese Sparte einen Umsatz von 12,9 Mrd. US-Dollar. Innerhalb dieses Segments wurde deutlich, dass das reine Windows-OEM-Geschäft – also der Verkauf von Betriebssystemlizenzen an Computerhersteller – mit einem Minus von 5 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum etwas stabiler abschnitt als die Sparte der konzerneigenen Hardware-Geräte.
Die Bestätigung des PC-Absatzrückgangs durch Microsoft unterstreicht die aktuelle Volatilität im Hardware-Sektor. Während andere Unternehmensbereiche teilweise Wachstumssignale senden, bleibt das klassische PC- und Lizenzgeschäft eine Herausforderung für die Bilanz des Software-Riesen.
Ursachen für die rückläufige Marktentwicklung
Für die negative Entwicklung führt Microsoft verschiedene Faktoren an. Ein wesentlicher Grund sei die generell abgeschwächte Nachfrage nach Personal Computern auf dem globalen Markt. Zudem wirke sich der Vergleich mit einem außergewöhnlich starken Vorjahresquartal aus. Damals hatte das bevorstehende Ende des Supports für Windows 10 für eine Sonderkonjunktur gesorgt, da viele Kunden ihre Hardware-Infrastruktur modernisierten, was zu einem hohen Referenzwert für das laufende Jahr führte.
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Darüber hinaus nannte das Unternehmen steigende Preise für elektronische Komponenten als Einflussfaktor. In Erwartung dieser Preissteigerungen hatten viele Partner und Kunden Vorabkäufe getätigt. Diese vorgezogenen Beschaffungen in früheren Perioden führten nun zu einer entsprechend geringeren Nachfrage im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026.
Prognose für das kommende Geschäftsjahr 2027
Die Aussichten für die nähere Zukunft bleiben nach Einschätzung des Konzerns verhalten. Microsoft gab einen Ausblick auf das Geschäftsjahr 2027, der eine Fortsetzung der schwierigen Marktlage andeutet. Das Unternehmen rechnet für das kommende Jahr mit einem weiteren Rückgang im hohen Zehnerbereich.
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Diese Prognose deutet darauf hin, dass die Talsohle im Bereich der PC-Hardware und der damit verbundenen OEM-Lizenzen noch nicht vollständig durchschritten ist. Der Konzern stellt sich somit auf ein weiteres Jahr mit rückläufigen Volumina in seinem traditionellen Kernsegment ein, während sich die Marktbedingungen nach den Sondereffekten der vergangenen Jahre neu ordnen.
