Microsofts, Discover-Feed

Microsofts Discover-Feed: Über 40 Prozent der Nutzerinteraktionen entfallen auf Videos

Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 22:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ein neues Empfehlungssystem, Copilot-Zusammenfassungen und zahlreiche Medienpartner prägen Microsofts schrittweise gestartete Feed-Überarbeitung.
Minimalistisches, lichtdurchflutetes Bibliotheksinterieur mit leeren Holzregalen und geometrischem Schattenspiel. Illustration mit AI erstellt.

Microsoft hat den Start einer überarbeiteten Content-Discovery-Erfahrung für die Neuer-Tab-Seite des Browsers Edge sowie für das Dashboard der Windows-Taskleiste eingeleitet. Die modernisierte Oberfläche zur Entdeckung redaktioneller Inhalte wird schrittweise eingeführt und steht zunächst Nutzern in fünf ausgewählten Märkten zur Verfügung: den USA, Kanada, Großbritannien, Australien und Indien.

Mit der Neugestaltung zielt der Technologiekonzern darauf ab, die Informationsausspielung in seinen Betriebssystem- und Browserumgebungen gezielter auf die Interessen der Nutzerschaft abzustimmen und gleichzeitig die Zusammenarbeit mit Medienhäusern zu vertiefen.

Neues Empfehlungssystem und stärkere KI-Integration

Im Zentrum der Aktualisierung steht ein überarbeitetes Empfehlungssystem. Dieses bewertet Inhalte anhand der Faktoren Relevanz, Aktualität und Qualität. Neben aktuell kursierenden Trendthemen präsentiert die Plattform personalisierte redaktionelle Artikel sowie Videoinhalte.

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Zudem baute das Unternehmen die Funktion für KI-gestützte Zusammenfassungen mehrerer thematisch zusammenhängender Artikel aus. Diese unter dem Namen des hauseigenen KI-Assistenten Copilot laufende Kuratierung fasst komplexe Nachrichtenthemen kompakt zusammen.

Für Verlage und Medienhäuser hat Microsoft entsprechende Steuerungsmechanismen integriert: Kooperationspartner können ihre Beteiligung an diesen automatisierten KI-Übersichten über den zentralen Partner Hub selbst verwalten und anpassen.

Hoher Videoanteil und breites Publisher-Netzwerk

Das neu strukturierte Angebot speist sich aus einem weltweiten Netzwerk von Medienpartnern. Microsoft greift dabei auf Inhalte von rund 1.500 Premium-Publishern zurück, darunter etablierte Medienmarken wie USA TODAY, Business Insider und PEOPLE. Hinzu kommen Beiträge von über 3.500 unabhängigen Content-Erstellern.

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Besondere Bedeutung kommt dabei dem Bewegtbild zu. Nach Angaben des Konzerns entfallen über 40 Prozent der Nutzerinteraktionen auf Videoinhalte. Um dieser Dynamik gerecht zu werden, stellen die beteiligten Partner täglich über 45.000 neue Videos auf der Plattform bereit.

Wie reichweitenstark der Feed bei globalen Großereignissen agieren kann, zeigte nach Unternehmensangaben das redaktionelle Sommer-WM-Erlebnis im Feed, das seinerzeit über 1,4 Milliarden Aufrufe verzeichnen konnte.

Geplante Ausweitung auf mobile Geräte und Portale

Der aktuelle Rollout in den fünf englischsprachigen Kernmärkten bildet lediglich den Auftakt einer breiter angelegten Plattformstrategie. Microsoft plant, den überarbeiteten Discover-Feed künftig auch über die Taskleiste und den Edge-Browser am Desktop hinaus verfügbar zu machen.

Vorgesehen ist eine Ausweitung auf mobile Endgeräte sowie die Integration in die Portalseite MSN.com und die Startseite der Suchmaschine Bing. Einen konkreten Zeitplan für diese weiteren Rollout-Schritte oder für den Start in zusätzlichen Sprachräumen nannte das Unternehmen bislang nicht.

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