Mikrobiom-Forschung, Therapien

Mikrobiom-Forschung: Neue Therapien gegen chronische EntzĂĽndungen

22.05.2026 - 12:32:51 | boerse-global.de

Studien belegen Fortschritte bei Darmerkrankungen, während Behörden vor riskanten Supplementierungs-Trends warnen.

Mikrobiom-Forschung: Neue Therapien gegen chronische EntzĂĽndungen - Foto: ĂĽber boerse-global.de
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Gleichzeitig warnen Behörden vor riskanten Supplementierungs-Trends.

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Durchbruch bei Darmerkrankungen

Die Mayo Clinic veröffentlichte am 20. Mai 2025 vielversprechende Ergebnisse in Cell Reports Medicine. Forscher untersuchten 48 Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (IBD), die niedrige Vitaminwerte aufwiesen. Nach zwölf Wochen gezielter Supplementierung stiegen die schutzbezogenen Immunwerte – entzündungsbezogene Parameter sanken.

Die Studie zeigte messbare Verbesserungen der Krankheitsaktivität und positive Veränderungen der Stuhlmarker. Doch die Wissenschaftler warnen: Ohne ärztliche Begleitung ist die Einnahme gefährlich. Die individuelle Dosierung entscheidet über den Therapieerfolg.

Flankiert wird dieser Befund durch neue Erkenntnisse der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Eine antientzündliche Kost könne das Risiko für Adipositas, Typ-2-Diabetes und Rheuma senken. Besonders Flavonoide aus Kapern entfalten antioxidative Wirkung. Auch Mandeln sind empfehlenswert: Bereits 30 Gramm täglich verbessern die Ernährungsqualität.

VerblĂĽffende Verwandtschaft im Mikrobiom

Forscher des Max-Planck-Instituts für Marine Mikrobiologie analysierten 250.000 DNA-Datensätze. Das Ergebnis: Akkermansia-Bakterien im menschlichen Darm sind mit Meeresmikroorganismen verwandt. Beide nutzen identische molekulare Werkzeuge – das eröffnet neue Perspektiven für Therapien und den globalen Kohlenstoffkreislauf.

In der Praxis gewinnt „Fibermaxxing“ an Bedeutung – die Maximierung der Ballaststoffzufuhr. Experten der Universitäten Gießen und München bestätigten den gesundheitlichen Nutzen. Die DGE empfiehlt mindestens 30 Gramm Ballaststoffe täglich. Der Durchschnittskonsum in Deutschland liegt unter 20 Gramm.

Natürliche Ballaststoffquellen sind Pulvern überlegen. Eine zu schnelle Steigerung führt zu Verdauungsbeschwerden wie Blähungen und Krämpfen.

Lifestyle-Trends mit Risiken

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) und das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnen vor riskanten Praktiken. Ein Tropfen Lugolsche Lösung enthält über 6000 µg Jod – das Zehnfache der tolerierbaren Obergrenze. Die Behörden betonen: Lugolsche Lösung erfüllt nicht die Anforderungen an ein Lebensmittel und kann schwere Schilddrüsenerkrankungen auslösen.

Auch „Drip Spas“ – intravenöse Vitamin-Infusionen – stehen in der Kritik. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und die AOK mahnen zur Vorsicht. Es drohen Hypervitaminose, Elektrolytstörungen oder im schlimmsten Fall ein allergischer Schock.

Selbst etablierte Supplemente geraten unter Druck. Eine Studie im Journal of Prevention of Alzheimer’s Disease untersuchte 800 Personen über fünf Jahre. Omega-3-Kapseln korrelierten bei Senioren mit beschleunigtem kognitivem Abbau. Das BfR rät Gesunden mit regelmäßigem Fischkonsum sowie Patienten mit Herzkrankheiten derzeit von zusätzlicher Einnahme ab.

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Wirtschaft und Realität

Der Markt für Nahrungsergänzungsmittel boomt. Prominente wie Kim Kardashian nehmen täglich 35 verschiedene Supplemente. Experten warnen: Nahrungsergänzungsmittel sollten nur als Lückenfüller bei klinisch nachgewiesenen Mängeln dienen.

Im Kraftsport bleibt Kreatin beliebt. Doch 20 bis 30 Prozent der Anwender sind „Non-Responder“ – die Substanz zeigt keine Wirkung. Schwangere und Menschen mit Nierenerkrankungen sollten Kreatin meiden.

Eine Analyse der UK Biobank mit über 17.000 Teilnehmern zeigt: 560 bis 610 Minuten Bewegung pro Woche senken das kardiovaskuläre Risiko um über 30 Prozent. Das liegt deutlich über den WHO-Empfehlungen.

Blick in die Zukunft

Wissenschaftler von Helmholtz Munich identifizierten Vitamin K als Schutz vor Ferroptose – einer Form des eisenabhängigen Zelltods. Dieser Prozess wird mit Alzheimer und Organverletzungen in Verbindung gebracht. Das Enzym FSP1 wandelt Vitamin K in eine aktive, schützende Form um – unabhängig von Blutverdünnern.

Schweizer Langzeitstudien an Hundertjährigen zeigen: Bestimmte Proteinkonstellationen im Blut dienen als Indikatoren für gesundes Altern. Die Identifizierung von 37 Schlüsselproteinen könnte künftige Interventionen ermöglichen – nicht erst bei Krankheitsausbruch, sondern bei der Regulation biologischer Prozesse.

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