Mineralwasser, Discounter

Mineralwasser: Discounter schlagen teure Marken bei Reinheit

27.06.2026 - 11:13:18 | boerse-global.de

Deutsche Haushalte geben monatlich 335 Euro für Nahrungsmittel aus. Experten raten bei Olivenöl und Fisch zu höheren Preisen, bei Grundnahrungsmitteln nicht.

Lebensmittelausgaben: Wann sich teure Produkte wirklich lohnen
Mineralwasser - Ein klares Glas Mineralwasser mit Kondenswasser, im Hintergrund unscharfe Supermarktregale voller Wasserflaschen. 27.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Das zeigt die Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS 2023), die im Juni 2026 veröffentlicht wurde. Den größten Batzen verschlingt mit 22 Prozent Fleisch, Wurst und Fisch. Brot und Getreideprodukte sowie Molkereiprodukte und Eier folgen mit jeweils 17 Prozent. Angesichts dieser Zahlen fragen sich viele: Bringt der Griff zu teureren Produkten wirklich etwas?

Gezielte Investitionen in die Gesundheit

Die Ernährungsberaterinnen Priya Tew und Sophie Medlin sehen klare Fälle, wo sich der Aufpreis lohnt. Natives Olivenöl extra (EVOO) etwa kann das Herz-Kreislauf-Risiko senken. Auch bei Fisch gibt es Unterschiede: Wildlachs hat ein besseres Omega-3-zu-Omega-6-Verhältnis und mehr Vitamin D als Zuchtware.

Weitere lohnende Investitionen: naturbelassene Erdnussbutter ohne Zusätze und griechischer Joghurt. Letzterer bringt es auf stolze 10 bis 12 Gramm Eiweiß pro 100 Gramm. Bei Grundnahrungsmitteln wie Eiern, Bohnen und Gemüse sind günstige Produkte dagegen oft völlig ausreichend. Der gesundheitliche Mehrwert teurer Varianten fällt hier gering aus.

Mineralwasser: Discounter-Eigenmarken schlagen teure Marken

Öko-Test hat im Juni 2026 ganze 56 Medium-Mineralwässer unter die Lupe genommen. Ergebnis: Ein hoher Preis ist kein Garant für Reinheit. 40 Produkte bekamen die Note „sehr gut“ – darunter zahlreiche Eigenmarken von Aldi, Lidl und Kaufland ab 0,19 Euro pro Liter. Das Bad Harzburger Medium fiel dagegen mit „mangelhaft“ durch. Grund: eine Arsenbelastung über der Hälfte des gesetzlichen Höchstwerts.

Noch alarmierender: In fast zwei Dritteln der getesteten Wässer fanden die Tester PFAS-Rückstände (TFA). Teilweise lagen sie über dem EU-Trinkwassergrenzwert. Zwölf Proben enthielten zudem Pestizide oder Süßstoffe. Die Alternative: regionales Mehrwegwasser oder Leitungswasser. Beides ist günstig und sicher.

Täuschung und Rückrufe: Die Risiken im Supermarktregal

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Verbraucher müssen nicht nur auf den Preis achten, sondern auch auf die Echtheit der Produkte. Ein Bericht des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) aus dem Jahr 2024 zeigte: Bei 50 Prozent der als Waldheidelbeeren deklarierten Proben handelte es sich um Fälschungen. Die Tricks der Täuscher reichen von Anthocyanen aus schwarzem Reis bis zu künstlichen Farbstoffen aus Bananenschalen-Pulver.

Auch Sicherheitsmängel sind ein Thema. Ferrero rief im Juni 2026 bundesweit „Nutella Muffins“ aus seinen Back-Shops zurück. Grund: mögliche Verunreinigung mit Metallteilen. Die Verletzungs- oder Erstickungsgefahr ist real.

Preissenkungen im Einzelhandel: Entlastung an der Kasse

Trotz Inflation gibt es Lichtblicke. Aldi senkte im Juni 2026 dauerhaft die Preise für Kaffeemarken wie Lavazza, Jacobs und Dallmayr. Lidl zog nach und reduzierte die Preise für Sonnenschutzprodukte der Eigenmarke Cien Sun. Die Stiftung Warentest bewertete einzelne Produkte im Juli 2026 mit Bestnoten.

Nutri-Score und Steuerentlastungen: Was bringt die Zukunft?

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Zur besseren Orientierung gewinnt die Lebensmittelkennzeichnung an Bedeutung. Im Juni 2026 waren in Deutschland über 1.040 Anwender für den Nutri-Score registriert. Das System umfasst mittlerweile 1.550 Marken. Ein wissenschaftlich überarbeiteter Algorithmus soll die Wirkung verbessern.

Gleichzeitig wird über steuerliche Entlastungen diskutiert. In Österreich halbiert man im Sommer 2026 die Mehrwertsteuer auf Brot, Gebäck und Gemüse. Ökonomen rechnen mit einer leichten Senkung der Inflation – allerdings bei hohen bürokratischen Umstellungskosten.

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