Mini-PCs 2026: MINIX und Geekom bringen KI-Systeme unter 1.700 Euro
26.06.2026 - 02:31:27 | boerse-global.de
Die Mini-Computer-Branche erlebt einen Technologiesprung. Hersteller bringen leistungsstarke KI-Systeme auf den Markt – und locken gleichzeitig mit historischen Rabattaktionen.
Die Entwicklung ist rasant: Während High-End-Modelle mit speziellen KI-Chips und Hochleistungsspeicher auf den Markt kommen, fallen die Preise für Einsteigergeräte auf neue Tiefststände. Besonders deutlich zeigt sich dieser Trend bei den jüngsten Produkteinführungen und den parallel laufenden Rabattaktionen großer Online-Händler.
MINIX setzt neue Maßstäbe im Kompaktsegment
Am 25. Juni 2026 brachte MINIX den ER939-AI Pro in Japan auf den Markt. Mit einem Preis von umgerechnet rund 4.100 Euro positioniert sich das Gerät in der Spitzenklasse kompakter Workstations. Herzstück ist der AMD Ryzen AI Max+ 395 mit 16 Zen-5-Kernen und 32 Threads.
Die KI-Leistung des Systems ist beeindruckend: Eine integrierte NPU (Neural Processing Unit) liefert 50 TOPS (Billionen Operationen pro Sekunde). Dazu kommen 128 GB nicht aufrüstbarer LPDDR5X-8000-Arbeitsspeicher und eine 2 TB PCIe 4.0 NVMe SSD. Für Profis besonders interessant: Der Mini-PC bietet zwei 10G-LAN-Anschlüsse und unterstützt bis zu vier 8K-Displays mit 60 Hz über HDMI 2.1, DisplayPort 1.4 und zwei USB4-Ports.
Geekom aktualisiert A9 Max mit Ryzen KI
Auch Geekom zog im Juni 2026 nach und präsentierte die A9 Max 2026 Edition. Das System nutzt den AMD Ryzen AI 9 HX 470 mit 12 Kernen und einer NPU, die 55 TOPS liefert – die Gesamt-KI-Leistung liegt bei 86 TOPS. Der Preis: rund 1.700 Euro.
Allerdings zeigte sich in Tests ein Schwachpunkt: Die Basisversion kommt mit 32 GB DDR5-5600-RAM im Single-Channel-Modus, was die Leistung der integrierten Radeon-890M-Grafik bremst. „Das ist schade, denn das Potenzial wäre deutlich größer", kommentierten Tester.
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Während der Prime-Day-Aktionstage am 24. und 25. Juni senkte Geekom den Preis des A9 Max auf umgerechnet rund 1.120 Euro – ein Rabatt von etwa 330 Euro. Weitere Modelle folgten: Der A6 war für rund 470 Euro zu haben, das Einsteigermodell Air12 mit Intel Pentium 7505 und Triple-4K-Display-Unterstützung für knapp 270 Euro.
Blitzangebote und Vorbestellungen
Einige Hersteller verlängern ihre Aktionszeiträume bis Ende Juni. AceMagic bietet das M1-Modell mit Ryzen 7 7735HS und 24 GB LPDDR5-Speicher bis zum 30. Juni für rund 415 Euro an. Mit zusätzlichen Rabattcodes sinkt der Preis für manche Käufer sogar auf etwa 370 Euro.
Im Bereich der portablen Geräte gibt es ebenfalls Neuigkeiten:
- Chuwi startete Vorbestellungen für das UniBook-Notebook. Es kostet rund 425 Euro (Angebot bis 2. Juli), wiegt nur 1,2 kg und nutzt einen Intel Core 3 304 Wildcat Lake Prozessor.
- Geekom kündigt das GeekBook M16 für Ende Juni an. Der Vorbestellungspreis liegt bei rund 750 Euro. Das Gerät bietet einen Intel Core Ultra 9 185H und einen 99,9-Wh-Akku.
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Markt im Wandel: RAM-Knappheit treibt Preise
Die Rabattschlacht bei Mini-PCs fällt in eine Zeit allgemeiner Preisverschiebungen. Am 25. Juni 2026 erhöhte Apple die Preise für bestimmte Mac-Modelle – Grund ist eine globale Knappheit bei RAM-Komponenten. Trotz dieser Verteuerung nutzten Kunden die Prime-Day-Rabatte für ältere Apple-Geräte wie das MacBook Air M5 oder das iPad mini mit A17-Pro-Chip.
Im Gaming-Bereich lockte iBuyPower mit dem Komplett-PC Y40 bei Walmart für umgerechnet rund 1.650 Euro. Die Kombination aus AMD Ryzen 7 9800X3D und Radeon RX 9070 XT verspricht flüssiges Gaming in 1440p und 4K.
Die Frage bleibt: Werden die günstigen Einstiegspreise und die neue KI-Power die Mini-PCs endgültig aus der Nische holen? Die aktuellen Entwicklungen deuten zumindest darauf hin.
