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Moonshot AI: Chinesisches Startup trainiert größtes KI-Modell mit 20.000 Chips

Veröffentlicht am: 01.08.2026 um 12:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Chinesisches KI-Startup sichert sich Zugang zu 20.000 Nvidia-Chips über Alibaba-Deal und trainiert damit das größte offene Sprachmodell Kimi K3.

Moonshot AI: 20.000 Nvidia-Chips trotz US-Exportbeschränkungen
Beleuchtete Server-Racks in einem High-Tech-Rechenzentrum, das fortschrittliche KI-Computing-Infrastruktur repräsentiert. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Das chinesische KI-Unternehmen Moonshot AI hat über einen Deal mit Alibaba Zugang zu einem Rechencluster mit rund 20.000 Nvidia-Chips erhalten. Der Schritt zeigt: Trotz verschärfter Exportkontrollen gelangen chinesische Tech-Firmen weiterhin an Hochleistungshardware.

Rechenleistung für das größte offene KI-Modell der Welt

Der Vertrag umfasst vor allem Chips der Hopper-Generation von Nvidia. Mit dieser Infrastruktur trainierte Moonshot AI sein neuestes Sprachmodell Kimi K3, das am 17. Juli 2026 an den Start ging. Mit 2,8 Billionen Parametern gilt es als größtes offenes Modell weltweit.

Interessant: Während einige Berichte von H200-Chips sprachen, dementierten Alibaba-Vertreter die Lieferung genau dieses Modells – bestritten jedoch nicht die Existenz des 20.000-Chip-Deals.

Beobachter sehen Kimi K3 bereits vor Alibabas eigenem Qwen-Modell. Das Startup positioniert sich damit als ernstzunehmende Konkurrenz zu US-Plattformen wie OpenAI und Anthropic. Schon jetzt arbeitet Moonshot AI offenbar an der nächsten Generation Kimi K4 – und sucht dafür Zugang zu Nvidias Blackwell-Chips.

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US-Behörden ermitteln

Die Enthüllung des Chip-Clusters hat in Washington für Aufsehen gesorgt. Das Weiße Haus erhebt Vorwürfe, Moonshot AI könnte Exportkontrollen umgangen haben – angeblich über Dritte in Südostasien, konkret in Thailand.

Dazu kommt ein weiterer Vorwurf: Die US-Behörden beschuldigen das Startup, eine Technik namens Distillation einzusetzen. Dabei nutzt das Unternehmen die Ausgaben fortschrittlicherer ausländischer Modelle – konkret Anthropics Fable – um die Leistung der eigenen Systeme zu verbessern.

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Der Fall zeigt das Spannungsfeld, in dem sich chinesische KI-Firmen bewegen: Die Regierung in Peking fördert den Aufbau eigener Halbleiter-Alternativen, um die Abhängigkeit von ausländischer Technologie zu verringern. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage nach Nvidias Spitzentechnologie ungebrochen.

Alibaba profitiert an der Börse

Für Alibaba ist der Deal mehr als ein reines Geschäft: Der Konzern hält 36 Prozent an Moonshot AI. Nach Bekanntwerden des Chip-Clusters stieg die Alibaba-Aktie um rund fünf Prozent.

Die Bewertung des KI-Startups schwankt derweil erheblich. Schätzungen liegen zwischen 20 und 35 Milliarden Dollar, intern kursieren sogar Zahlen von bis zu 50 Milliarden. Um das weitere Wachstum und den Ausbau der Infrastruktur zu finanzieren, erwägt Moonshot AI offenbar einen Börsengang in Hongkong.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

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