Motorola Qira: KI-Assistent kommt auf Razr und Edge mit Android 17
Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 05:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Smartphone-Hersteller Motorola hat damit begonnen, seinen persönlichen KI-Assistenten Qira für einen größeren Nutzerkreis verfügbar zu machen. Wie aus Branchenberichten vom 22. September 2026 hervorgeht, erfolgt die Ausweitung der Software im Zuge der laufenden Aktualisierung auf das Betriebssystem Android 17. Die Verfügbarkeit erstreckt sich nun auf zusätzliche Modelle der Produktfamilien Signature, Razr und Edge.
Ursprünglich war der KI-Dienst exklusiv auf dem Modell Edge 70 Max eingeführt worden. Mit der nun eingeleiteten Verteilung erreicht Motorola eine breitere Basis seiner Premium- und Foldable-Segmente. Der allgemeine Rollout von Android 17 durch Motorola hatte bereits im August 2026 begonnen.
Während für einige Modelle bereits stabile Versionen vorliegen, steht die Aktualisierung für andere Geräte noch aus. Eine Ausnahme bildet die Moto-G-Serie: Diese erhält zwar ebenfalls das Update auf Android 17, soll laut einer Pressemitteilung des Unternehmens jedoch nicht mit dem KI-Assistenten Qira ausgestattet werden.
Integrierte Funktionen und plattformübergreifende Basis
Die Technologie hinter Qira wurde erstmals auf der Fachmesse CES Anfang des Jahres vorgestellt. Das System fungiert als einheitliche Schnittstelle, die verschiedene Unternehmensbereiche wie Moto AI, Lenovo AI Now sowie die sogenannten Creator- und Learning-Zones zusammenführt. Dabei greift die Anwendung auf eine gemeinsame Speicher- und Kontextbasis zurück.
Nutzer können mit dem Assistenten wahlweise per Sprache oder Text interagieren, wobei das System auch die Verarbeitung von Fotos und Videos unterstützt.
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Zu den zentralen Funktionen von Qira gehört das Transkribieren und Zusammenfassen von geführten Gesprächen. Zudem bietet der Assistent proaktive Vorschläge, erstellt Erinnerungen und kann für kreative Aufgaben wie die Generation von Bildern, Stickern oder Avataren genutzt werden.
Eine weitere Funktion ermöglicht es, aus aufgenommenen Fotos Hintergrundbilder zu erstellen. Darüber hinaus fasst das System eingegangene Benachrichtigungen zusammen und ist in der Lage, spezifische Aufgaben für den Nutzer zu übernehmen.
Geräteübergreifendes Ökosystem und Hardware-Integration
Ein wesentliches Merkmal der KI-Strategie ist die Kontinuität über verschiedene Gerätetypen hinweg. Sofern der Nutzer die entsprechende Erlaubnis erteilt, bleibt der Kontext bei einem Gerätewechsel erhalten.
Qira synchronisiert Informationen zwischen unterstützten Smartphones, Tablets, Smartwatches und PCs. Der Zugriff erfolgt wahlweise über das Aktivierungswort „Hey Qira“, über Einstiegspunkte direkt auf dem Bildschirm oder mittels einer dedizierten KI-Taste an der Hardware.
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Neben der Expansion im Smartphone-Bereich treibt der Mutterkonzern Lenovo die Integration voran. Qira wird demnach auch auf kompatible Lenovo-PCs mit mindestens 16GB Speicher ausgeweitet. Seit dem ersten Rollout werden bereits über 80 verschiedene PC-Konfigurationen unterstützt, wobei das System aktuell sechs Sprachen beherrscht.
Im Bereich der Wearables ist die moto watch ultra das erste Modell, das den Assistenten erhält. Über die Plattform Workato erfolgt zudem eine Anbindung an Produktivitätsdienste wie Gmail, Slack, Outlook sowie Google Calendar und Contacts.
Kooperationen und zeitlicher Rahmen
Für die kommenden Monate plant das Unternehmen eine weitere Skalierung. Dan Dery, Vice President AI Ecosystem bei Lenovo, deutete an, dass die Erweiterung auf zusätzliche Gerätefamilien und Formfaktoren bis zum Ende des Jahres 2026 abgeschlossen sein soll. In diesem Zusammenhang wurden auch Partnerschaften mit dem Notiz-Dienst Notion und eine vertiefte Integration der Suchmaschine Perplexity bekannt.
Die konkrete Verfügbarkeit der neuen Funktionen auf den einzelnen Endgeräten ist laut Berichten vom 23. September 2026 jedoch stark vom jeweiligen regionalen Update-Plan und dem Abschluss der Systemaktualisierung für das spezifische Modell abhängig.
Eine vollständige Liste aller berechtigten Geräte oder ein detaillierter Zeitplan für alle Regionen wurde bislang nicht veröffentlicht. Neben den KI-Funktionen bringt das Android-17-Update für Motorola-Nutzer zudem ein überarbeitetes Panel für Schnelleinstellungen sowie eine verbesserte, plattformübergreifende Funktion zum Datenaustausch.
