Motorola Razr Ultra 2026: 1.500 Euro, aber Software-Pannen trüben Freude
26.06.2026 - 16:14:32 | boerse-global.de
Das neue Motorola Razr 2026 begeistert mit besserem Akku und Display – doch Software-Pannen und ein satter Preissprung trüben das Gesamtbild.
Solide Hardware, aber kein Quantensprung
Das Razr Ultra 2026 (in manchen Regionen als Razr 70 Ultra vermarktet) setzt auf den Snapdragon 8 Elite-Chip, kombiniert mit 16 GB RAM und 512 GB Speicher. Branchenbeobachter kritisieren jedoch, dass es sich um denselben Prozessor handelt wie beim Vorgänger. Ein echter Leistungssprung bleibt damit aus. Immerhin: Ein titanverstärktes Scharnier soll die Haltbarkeit des Faltgeräts verbessern.
Der Akku wuchs um moderate 300 mAh auf nun 5.000 mAh – ein Plus, das sich sehen lässt. Tests bescheinigen dem Gerät über 16 Stunden aktive Nutzung. Beim Laden bleibt Motorola wettbewerbsfähig: 68W per Kabel (vollgeladen in rund 41 Minuten) und 30W kabellos.
Display-Highlights und Kamera-Schwächen
Das faltbare 7-Zoll-LTPO-AMOLED-Hauptdisplay und das 4-Zoll-Außendisplay glänzen mit einer Bildwiederholrate von 165 Hz. Die Spitzenhelligkeit des Hauptbildschirms wird teils mit bis zu 5.000 Nits angegeben, andere Messungen kommen auf rund 2.322 Nits. Das Außendisplay erreicht immerhin 3.000 Nits.
Die Kamera wechselte auf eine dreifache 50-MP-Konfiguration: Hauptsensor mit f/1.8-Blende und optischem Bildstabilisator, Ultraweitwinkel und Frontkamera – alle mit 50 Megapixeln. Tester loben die Tageslichtfotos als exzellent, bemängeln aber die schwächere 2x-Zoom-Leistung im Vergleich zum Vorgänger. Auch die Video-Stabilisierung in 4K60 Dolby Vision enttäuscht.
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Software-Ärger: Ein ungelöster Bug und schwache Update-Versprechen
Ein Monat nach dem Marktstart sorgt ein hartnäckiger Fehler am Außendisplay für Frust. Trotz eines Android-16-Updates – das lediglich den Mai-Sicherheitspatch mitbrachte – bleibt das Problem bestehen.
Motorola verspricht drei Jahre Android-Updates und fünf Jahre Sicherheitspatches. Angesichts des Premium-Preises bezeichnen Marktbeobachter dieses Versprechen als schwach im Vergleich zur Konkurrenz.
Preis, Design und Marktposition
Das Razr Ultra 2026 kostet stolze 1.499,99 Euro – satte 200 Euro mehr als das Vormodell. Um den Aufschlag zu versüßen, legt Motorola in einigen Märkten die Moto Buds Loop und die Moto Watch bei. Das Basismodell Razr startet bei 799,99 Euro.
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Das Design fällt polarisierend aus: Ein iFixit-Test bescheinigt dem zugeklappten Gerät eine durchschnittliche Taschentauglichkeit von 5,7 von 10 Punkten. Tester beschreiben es als überraschend schwer und dick im geschlossenen Zustand. Immerhin: Die IP48-Zertifizierung schützt vor Staub und Spritzwasser, und mit Wi-Fi 7 sowie Ultra-Wideband ist das Razr technologisch auf der Höhe der Zeit.
