USA, Computer

KI-Firma Anthropic will Autoren 1,5 Milliarden Dollar zahlen

06.09.2025 - 01:46:24

Mündet eine der vielen Urheberrechtsklagen gegen KI-Firmen in einem Milliarden-Vergleich? Der Chatbot-Entwickler Anthropic will so das Risiko einer noch höheren Zahlung ausschließen.

Die KI-Firma Anthropic will Buchautoren nach einer Klage mit mindestens 1,5 Milliarden Dollar für den unrechtmäßigen Download ihrer Werke entschädigen. Mit dem Vergleichsvorschlag reagiert Anthropic auf den Vorwurf, dass rund 500.000 Bücher und andere Texte über zwei urheberrechtswidrige Online-Datenbanken zum Training des KI-Chatbots Claude genutzt wurden. Für jedes betroffene Werk sollen damit rund 3.000 (etwa 2.500 Euro) Dollar gezahlt werden.

Die klagenden Autoren nahmen den Vorschlag an, er wird aber erst gültig, wenn der zuständige Richter in San Francisco dem Vergleich zustimmt. Anthropic will damit einen Prozess verhindern, in dem das Start-up zu noch deutlich höheren Zahlungen verurteilt werden könnte. Claude ist einer der erfolgreichsten Konkurrenten des populären Chatbots ChatGPT von OpenAI.

Eine von vielen Klagen gegen KI-Branche 

Aktuell laufen mehrere Klagen von Urheberrechts-Inhabern gegen verschiedene Unternehmen wegen der Verwendung von Werken beim Training Künstlicher Intelligenz. Die KI-Programme werden mit gewaltigen Mengen an Informationen gefüttert, um möglichst sinnvolle Antworten auf Anfragen der Nutzer geben zu können.

In dem Verfahren in San Francisco befand der Richter zwar, dass die Nutzung urheberrechtlich geschützter Texte durch Anthropic an sich vom «Fair Use»-Grundsatz (faire Nutzung) gedeckt sein kann, da als Folge etwas Neues entstehe. Für das Herunterladen der beiden Piraterie-Bibliotheken galt das aus seiner Sicht aber nicht. Zudem kam der Richter zu dem Schluss, dass Anthropic wusste, dass die Datenbanken illegal erstellt worden waren. Damit könnten in einem Prozess Strafzahlungen von bis zu 150.000 Dollar pro Buch fällig werden. Deswegen sah sich Anthropic unter Druck, einen Vergleich einzugehen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Justizministerin erteilt Einsatz von Palantir auf Bundesebene Absage Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) hat dem Einsatz von Software des US-Konzerns Palantir für Sicherheitsbehörden des Bundes eine Absage erteilt. (Ausland, 30.01.2026 - 00:00) weiterlesen...

Erfolg des iPhone 17 treibt Apple zu Rekordquartal. Im vergangenen Jahr lief es besonders gut. Im Weihnachtsquartal macht Apple traditionell sein bestes Geschäft. (Wissenschaft, 29.01.2026 - 23:01) weiterlesen...

Waymo-Robotaxi fährt Kind an - Firma: Schlimmeres verhindert. Laut der Firma hätte es aber mit einem Menschen am Steuer schlimmer ausgehen können. Unfälle mit selbstfahrenden Autos sind selten - nun fuhr ein Wagen des Robotaxi-Marktführers ein Kind an. (Wissenschaft, 29.01.2026 - 12:18) weiterlesen...

Facebook-Konzern verspricht «KI, die einen versteht». Dafür ist er zu gewaltigen Milliarden-Ausgaben bereit. Mark Zuckerberg stellt sich für den Meta-Konzern eine Zukunft vor, die von Künstlicher Intelligenz durchdrungen ist. (Wissenschaft, 29.01.2026 - 12:06) weiterlesen...

Musk rüstet Tesla auf Roboter und Robotaxis um. Doch unter anderem wegen der Politik von US-Präsident Trump schrumpfen die Erlöse. Roboter und Robotaxis sollen das Steuer herumreißen. Das Geschäft von Tesla war bisher stets auf Wachstumskurs. (Wissenschaft, 29.01.2026 - 02:34) weiterlesen...

Tesla stellt Produktion der Modelle S und X ein. Jetzt soll die Modellreihe zusammen mit der Weiterentwicklung Model X der Roboter-Zukunft weichen. Mit dem Model S begann einst der Aufstieg von Tesla. (Wissenschaft, 29.01.2026 - 00:39) weiterlesen...