Münster: Neue „kreisl Kiste
30.05.2026 - 19:30:47 | boerse-global.deMai ein ungewöhnliches Bildungsprojekt eröffnet: die „kreisl Kiste“. Der Pavillon aus recycelten Materialien – Stahlträgern, alten Fenstern und ausrangierten LCD-Bildschirmen – soll Bürger für Müllvermeidung und nachhaltiges Leben begeistern.
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Von der Linocut-Werkstatt zur Aktionswoche
Die Eröffnung begann mit einem Linoldruck-Workshop, gefolgt von einer Ideenwerkstatt am heutigen Samstag. Die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (awm) haben bereits eine Aktionswoche vom 29. Juni bis 3. Juli angekündigt. Jeder Tag steht unter einem eigenen Motto: Abfallvermeidung am Montag, richtige Mülltrennung am Dienstag, Bildung und Nachhaltigkeit am Mittwoch, Stadtsauberkeit am Donnerstag und nachhaltige Mobilität am Freitag.
Schon im Juni locken weitere Veranstaltungen: Ein Vortrag zur Kreislaufwirtschaft und ein Live-Podcast am 8. Juni, ein Kneipenquiz am 10. Juni sowie ein zweitägiger Fahrrad-Reparaturworkshop am 11. und 12. Juni.
Psychologie des Ausmistens: Neue Methoden für ein minimalistisches Leben
Doch nicht nur die Stadt setzt auf Nachhaltigkeit – auch in Münsters Wohnungen tut sich etwas. Neue psychologische Ansätze helfen Bewohnern, sich von Überflüssigem zu trennen. Besonders beliebt: die sogenannte „dänische Regel“. Wer sie anwendet, stellt sich vor, morgen in eine neue Wohnung zu ziehen – und entscheidet dann, was wirklich mitkommt.
Eine zweite Methode nennt sich „Box-Party“: Alle Gegenstände werden in Kartons gepackt. In den nächsten 21 Tagen holt man nur das heraus, was man tatsächlich braucht. Alles, was nach drei Wochen noch verpackt ist, wandert raus.
Experten warnen zudem vor dem „Diderot-Effekt“ – einem sozialen Phänomen, bei dem ein neuer Besitz eine regelrechte Konsumspirale auslöst. Wer sich etwa ein neues Sofa kauft, will plötzlich auch neue Vorhänge, einen passenden Teppich und schließlich die ganze Einrichtung.
Sechs Kategorien, die rausmüssen
Ordnungsprofis empfehlen, sich systematisch von sechs bestimmten Gegenstandsgruppen zu trennen: unpersönliche Deko, doppelt vorhandene Werkzeuge, veraltete Elektronik und Kabel, abgelaufene Produkte, übermäßige Gläser- oder Tassenbestände sowie teure Fehlkäufe, die keiner mehr nutzt.
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Spielerisch ausmisten: Das „Räumspiel“ macht Ernst
Gerade jüngere Mieter leiden oft unter Entscheidungslähmung, wenn es ums Aussortieren geht. Eine Lösung: gamifiziertes Ausmisten. Die Methode verwandelt das Entrümpeln in eine Art Mission mit Punkten und Challenges. Befürworter schwören darauf, dass dieser Ansatz die Zeit für Wohnungsräumungen drastisch verkürzt und gleichzeitig weniger Müll entsteht – weil bewusster sortiert wird.
Für den Alltag empfehlen Ordnungscoaches einfache, nachhaltige Systeme. Im Kleiderschrank etwa helfen klare Strukturen, den Überblick zu behalten. Und wer Platz sparen will: Hosen über zwei Stangen des Wäscheständers hängen, Hemden über die Seitenflügel legen – auch wenn die Trockenzeit dann etwas länger dauert.
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