Multiples, Myelom

Multiples Myelom: Iberdomid-Kombination verdoppelt MRD-negatives Ansprechen

Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 19:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

In EXCALIBER-RRMM erreichte die Iberdomid-Therapie hÀufiger MRD-NegativitÀt, ging jedoch mit mehr Neutropenien einher.

Bristol Myers Squibb: Iberdomid-Kombination steigert MRD-negatives Ansprechen
Ein modernes medizinisches Labor mit wissenschaftlichen GerÀten und Glaswaren auf einem Arbeitstisch. Illustration mit AI erstellt.

Neue klinische Daten liefern detaillierte Einblicke in Behandlungsstrategien fĂŒr Patienten mit rezidiviertem oder refraktĂ€rem multiplem Myelom. Eine Analyse der Phase-3-Studie EXCALIBER-RRMM des Pharmaunternehmens Bristol Myers Squibb untersucht den Einsatz des Wirkstoffs Iberdomid (ZENBEXUS) in Kombination mit Daratumumab und Dexamethason.

Die Auswertung der primÀren Wirksamkeitspopulation zeigt bei diesem Therapieregime eine signifikante Steigerung der Remissionstiefe im Vergleich zur bisherigen Standardbehandlung.

Deutlicher Anstieg des MRD-negativen Ansprechens

In der primÀren Wirksamkeitspopulation der Studie wurden 420 Patientinnen und Patienten ausgewertet. Dabei erhielten 207 Teilnehmende die Kombination aus Iberdomid, Daratumumab und Dexamethason (ZDd), wÀhrend 213 Personen mit Daratumumab, Bortezomib und Dexamethason (DVd) behandelt wurden.

Nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von 15,7 Monaten erreichten unter dem ZDd-Regime 41,1 Prozent ein vollstĂ€ndiges Ansprechen mit NegativitĂ€t fĂŒr minimale Resterkrankung (MRD). In der Vergleichsgruppe unter DVd lag dieser Wert bei 20,7 Prozent.

Dieser Unterschied erwies sich als statistisch signifikant und klinisch relevant. Das 95-Prozent-Konfidenzintervall der Differenz betrug 11,5 bis 28,6 Prozentpunkte bei einem p-Wert von unter 0,0001. Das ChancenverhĂ€ltnis (Odds Ratio) fĂŒr das Erreichen dieses Endpunkts lag bei 2,75 mit einem 95-Prozent-Konfidenzintervall von 1,77 bis 4,30.

Auch bei weiteren Wirksamkeitsparametern zeigten sich Vorteile fĂŒr die experimentelle Gruppe. Die Gesamtansprechrate belief sich im Iberdomid-Arm auf 88,9 Prozent, verglichen mit 76,1 Prozent im Kontrollarm. Ein vollstĂ€ndiges Ansprechen oder ein besseres Behandlungsergebnis erreichten 45,9 Prozent der mit ZDd Behandelten gegenĂŒber 24,9 Prozent in der DVd-Gruppe.

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Die Phase-3-Analyse zeigt ein MRD-negatives vollstĂ€ndiges Ansprechen bei 41,1 Prozent unter der Iberdomid-Kombination gegenĂŒber 20,7 Prozent unter der bisherigen Vergleichsbehandlung. Wer die Daten fĂŒr die eigene Therapieentscheidung einordnen will, findet hier die wichtigsten Endpunkte und das differenzierte Nebenwirkungsprofil aufbereitet. Kostenlosen Daten-Report anfordern

Studienumfang und regulatorischer Status

Insgesamt wurden in der EXCALIBER-RRMM-Studie 939 erwachsene Personen randomisiert, die zuvor eine bis zwei Behandlungslinien durchlaufen hatten. Die zeitgleich in der Fachzeitschrift The Lancet Oncology veröffentlichten Ergebnisse bilden die Grundlage fĂŒr weiterfĂŒhrende Untersuchungen. Eine Auswertung des progressionsfreien Überlebens in einem BestĂ€tigungskollektiv von 800 Patientinnen und Patienten dauert derzeit an.

Die US-Arzneimittelbehörde FDA erteilte fĂŒr Iberdomid bereits am 13. August 2026 eine beschleunigte Zulassung unter dem Handelsnamen ZENBEXUS. Diese gilt fĂŒr erwachsene Patienten nach mindestens einer Vortherapie, die einen Proteasomhemmer und einen immunmodulatorischen Wirkstoff umfasste.

Differenziertes Nebenwirkungsprofil

Die Auswertung der Sicherheitsdaten offenbart deutliche Unterschiede zwischen den beiden Behandlungskonzepten. HÀmatologische ToxizitÀten traten im Iberdomid-Kombinationsarm hÀufiger auf: Eine Neutropenie des Grades 3 oder 4 wurde bei 84,3 Prozent der Patienten unter ZDd verzeichnet, verglichen mit 11,3 Prozent unter DVd.

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Unter Bortezomib-basierter Therapie entwickeln 42,6 Prozent der Patienten eine periphere sensorische Neuropathie, unter der Iberdomid-Kombination sind es 12,3 Prozent — dafĂŒr steigt die hĂ€matologische ToxizitĂ€t deutlich. Dieser Leitfaden stellt beide Nebenwirkungsprofile nebeneinander und zeigt, welche Fragen Sie vor der Therapielinien-Wahl klĂ€ren sollten. Leitfaden zum Nebenwirkungsvergleich sichern

Infektionen des Grades 3 oder 4 betrafen 39,2 Prozent der Personen im ZDd-Arm und 21,6 Prozent in der Vergleichsgruppe. Tödliche InfektionsverlĂ€ufe traten bei 2,0 Prozent gegenĂŒber 1,5 Prozent auf.

Umgekehrt wies die Dreifachkombination mit Iberdomid Vorteile bei neurologischen ToxizitÀten auf. Eine periphere sensorische Neuropathie jeglichen Schweregrades wurde bei 12,3 Prozent der mit ZDd behandelten Patienten dokumentiert, wÀhrend dieser Anteil unter der Bortezomib-haltigen DVd-Therapie bei 42,6 Prozent lag. Schwere AusprÀgungen der Grade 3 oder 4 traten bei 2,9 Prozent unter ZDd und bei 5,4 Prozent unter DVd auf.

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