Studie, Feuchtgebiete

Studie: Feuchtgebiete bieten Jaguaren Schutz bei BrÀnden

18.07.2025 - 08:41:49 | dpa.de

Nach verheerenden BrĂ€nden im Pantanal sind Jaguare in ein Schutzgebiet eingewandert. Forschende sehen darin eine SchlĂŒsselrolle solcher Gebiete im Klimawandel.

Es wurden wieder Jungtiere geboren und es kamen viele Jaguare aus anderen Regionen hinzu.  - Foto: ---/Global Change Biology/dpa
Es wurden wieder Jungtiere geboren und es kamen viele Jaguare aus anderen Regionen hinzu. - Foto: ---/Global Change Biology/dpa

Feuchtgebiete dienen Jaguaren laut einer Studie als RĂŒckzugsort bei DĂŒrre und BrĂ€nden. «Die Tatsache, dass nach den WaldbrĂ€nden und der extremen DĂŒrre im Jahr 2020 noch mehr Jaguare und andere SĂ€ugetiere im Untersuchungsgebiet gefunden wurden, lĂ€sst vermuten, dass dieses Gebiet als Klimarefugium dienen und die Auswirkungen extremer Klimaereignisse abfedern könnte», sagte Charlotte Eriksson, Postdoktorandin an der Oregon State University.

Die im Fachjournal «Global Change Biology» veröffentlichte Untersuchung basiert auf Wildkamera-Aufnahmen und Analysen von 175 Kotproben. Das etwa 15.000 Hektar große Untersuchungsgebiet liegt im Norden des brasilianischen Pantanals, dem grĂ¶ĂŸten Feuchtgebiet der Welt. Es ist nur per Boot erreichbar und bleibt meist monatelang ĂŒberflutet.

Fressverhalten Ànderte sich nicht

Die Forschenden stellten fest, dass die AktivitĂ€t der Jaguare zunĂ€chst nach dem Feuer zurĂŒckging, aber bald wieder stark zunahm. Ein Jahr spĂ€ter wurden Jungtiere geboren und es kamen viele Jaguare aus anderen Regionen hinzu – ein Hinweis, dass das Gebiet als Refugium diente.

Ungewöhnlich ist die ErnĂ€hrung der Jaguare in dem Gebiet, wie eine frĂŒhere Studie schon feststellte: Sie ernĂ€hren sich ĂŒberwiegend nicht von Landtieren, sondern von solchen, die im Wasser leben - also etwa Fische und Kaimane. Dabei blieb es der neuen Studie zufolge, obwohl das Vorkommen anderer Beutetiere gestiegen sei. 

Die WaldbrĂ€nde im Pantanal 2020 zerstörten mehr als 4,45 Millionen Hektar und fĂŒhrten zum Verlust von Millionen Wirbeltieren. Laut Expertinnen und Experten verstĂ€rkten DĂŒrre, extreme Hitze und menschliche Eingriffe die Katastrophe. Forschende fordern nun ein besseres Brandmanagement und den Schutz solcher RĂŒckzugsgebiete.

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