New Outlook: Microsoft bringt .PST-Unterstützung und Konten-Posteingang
Veröffentlicht: 01.07.2026 um 15:06 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Der moderne E-Mail-Client erreicht einen wichtigen Meilenstein. Microsoft bringt New Outlook auf Augenhöhe mit der klassischen Version.
Der Technologiekonzern hat am 1. Juli 2026 umfassende Updates für New Outlook angekündigt. Nutzer erhalten endlich die lang erwartete .PST-Unterstützung – ein entscheidender Schritt für alle, die auf lokale Archivdateien angewiesen sind. Die Neuerungen sind Teil einer Serie von Änderungen im Microsoft-365-Ökosystem, die Unternehmen in Deutschland und Europa betreffen.
Neue Funktionen im Detail
Die aktualisierte Version des E-Mail-Clients bringt gleich mehrere Verbesserungen mit sich. Dazu gehören eine einheitliche Kontenansicht, Serienbrieffunktionen (Mail Merge), vertikale Favoritenleisten und ein Mini-Kalender. Besonders spannend für Vielnutzer: Ein Posteingang für alle Konten soll bereits im August 2026 kommen. Im September folgen dann erweiterte Serienbrieffunktionen und die Möglichkeit, Office-Dateien direkt als Kopie zu versenden.
Für Entwickler hält Microsoft ebenfalls Neuerungen bereit. Seit dem 30. Juni 2026 steht das Mailbox-Anforderungsset 1.16 für Outlook-Add-Ins zur Verfügung. Neue APIs ermöglichen unter anderem die Entschlüsselung geschützter Nachrichten und die Erkennung von Exchange-Web-Services-Token. Die Speicherkapazität für Sitzungsdaten wurde auf über 2,6 Millionen Zeichen erhöht, zudem lassen sich bis zu 1.000 Empfänger abrufen.
Projektmanagement: Preise und neue KI-Funktionen
Microsoft hat zudem die Preisstruktur für seine Projektmanagement-Lösungen aktualisiert. Das Planner Plan 1-Abonnement startet bei 10 Euro pro Nutzer und Monat. Der umfassendere Planner and Project Plan 3 schlägt mit 30 Euro zu Buche. Wer lieber einmalig kauft, greift zur Project Standard 2024-Dauerlizenz für 680 Euro oder der Professional-Version für 1.130 Euro.
Hinzu kommen Kosten für Microsoft-365-Abonnements, Power BI (14 Euro pro Nutzer und Monat) und die Copilot-KI-Integration (18 Euro pro Nutzer und Monat). Die Verzahnung dieser Tools wird immer enger: Im Juni 2026 integrierte Microsoft Planner-Agent-Funktionen in Copilot Chat, sodass die KI nun Projektdaten und Aufgabenmanagement analysieren kann.
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Copilot unter Beobachtung
Die KI-Assistenten von Microsoft erfahren kontinuierlich Updates. Seit dem 30. Juni 2026 sind erweiterte Enterprise-Funktionen verfügbar, darunter verbesserte Dokumentenentwürfe und automatische Besprechungszusammenfassungen. Doch die aggressive Ausrollstrategie sorgt für Ärger.
Am 15. Juni 2026 nahm Microsoft die automatische Installation der Copilot-App auf kommerziellen Windows-Geräten wieder auf. Während die breite Auslieferung für den Semi-Annual Enterprise Channel für den 14. Juli 2026 geplant ist, hat die Praxis bereits die italienische Wettbewerbsbehörde AGCM auf den Plan gerufen. Diese leitete am 26. Juni 2026 eine Untersuchung gegen Microsoft wegen möglicher Kopplungspraktiken ein – ein Thema, das auch für die europäische Digitalpolitik relevant ist.
Sicherheit und Abschaltung alter Dienste
Microsoft verschärft die Sicherheitsanforderungen. Ein schwerwiegendes Sicherheitsleck in Exchange Server (Versionen 2016 und 2019) wurde am 9. Juni 2026 geschlossen. Seit dem 1. Juli 2026 benötigen externe Bots in Microsoft Teams eine manuelle Genehmigung – sie landen zunächst in der Lobby.
Gleichzeitig bereitet Microsoft das Ende mehrerer Legacy-Funktionen vor:
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- Exchange Online: Die Unterstützung für alte Abstimmungsbuttons endet am 31. Juli 2026. Ersatz sind Actionable Messages.
- Teams Rooms: Anwendungen müssen bis zum 3. August 2026 aktualisiert sein.
- Microsoft Store Apps: Sicherheitsupdates für Microsoft-365-Apps aus dem Store laufen im Dezember 2026 aus. Nutzer müssen auf Click-to-Run umsteigen.
- Drittanbieter-Integration: Die Turnitin-Ähnlichkeitserkennung wird zum 31. Dezember 2026 eingestellt.
Unternehmen sollten diese Fristen im Blick behalten – die Umstellung erfordert rechtzeitige Planung.
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