NFC-Attacken: Android-Smartphones im Visier – 188% mehr Angriffe
02.06.2026 - 06:30:22 | boerse-global.deKaspersky-Analysten registrierten einen Anstieg um 188 Prozent. Damit rücken mobile Bezahlsysteme und digitale Identitäten ins Visier von Kriminellen.
Millionen Deutsche nutzen täglich Online-Banking per Smartphone – ohne diesen Schutz ist das gefährlich. Experten warnen: Wer diese 5 Maßnahmen nicht kennt, riskiert Datenverlust und finanzielle Schäden. 5 sofort umsetzbare Schutzmaßnahmen entdecken
Ein konkreter Fall zeigt die finanziellen Risiken: Ende Mai erlitten Kunden deutscher Großbanken in Hamm einen Schaden von über 10.000 Euro. Die Hersteller reagieren bereits. Samsung verteilt aktuell die Oberfläche One UI 8.5 für die M- und A-Serie. Xiaomi meldet, dass HyperOS 3.1 auf den meisten kompatiblen Geräten installiert ist.
Botnetz zerschlagen – aber die Gefahr bleibt
Im Frühjahr gelang Ermittlern ein Schlag gegen das internationale Botnetz Asocks. Es umfasste rund 17 Millionen Geräte in über 160 Ländern. Doch Identitätsdiebstahl bleibt ein Riesenproblem.
Laut Flare Research enthalten immer mehr Datensätze aus Schadsoftware-Infektionen Informationen zu Unternehmensaccounts. Analysten erwarten, dass bis zum dritten Quartal 2026 bis zu 20 Prozent aller Infektionen gezielt Unternehmenszugänge betreffen könnten.
Passwörter: Sicherheitsgefühl trügt
Die menschliche Komponente bleibt die größte Schwachstelle. Laut dem Österreichischen Institut für angewandte Telekommunikation besitzt jeder Nutzer durchschnittlich 90 Online-Konten. Das macht die Verwaltung sicherer Zugangsdaten fast unmöglich.
Eine Umfrage des eco-Verbandes zeigt eine gefährliche Diskrepanz: Drei Viertel der Befragten halten ihre Passwörter für sicher. Doch nur 32 Prozent nutzen Passkeys, lediglich ein Viertel setzt auf Zwei-Faktor-Authentifizierung. Das Hasso-Plattner-Institut betont: Das klassische Passwort bleibt zentral, braucht aber Ergänzungen.
Angesichts von Millionen gehackten Konten pro Quartal in Deutschland wird die passwortlose Anmeldung immer wichtiger. Dieser kostenlose Report zeigt Ihnen, wie Sie Passkeys bei Diensten wie WhatsApp oder Amazon in wenigen Minuten einrichten und sich effektiv vor Phishing schĂĽtzen. Kostenlosen Passkey-Ratgeber herunterladen
Google schĂĽtzt vor Cookie-Diebstahl
Gegen die Kaperung von Sitzungscookies hat Google Ende Mai eine neue Technologie ausgerollt. Die Device-Bound Session Credentials (DBSC) für Chrome binden Sitzungscookies kryptografisch an die Hardware – etwa über das Trusted Platform Module (TPM) unter Windows. Gestohlene Cookies werden auf fremden Geräten unbrauchbar.
Klage gegen Datenschutzbehörde
Die Verarbeitung biometrischer Daten steht unter verschärfter Beobachtung. Die Organisation noyb reichte Anfang Juni Klage gegen die Hamburger Datenschutzbehörde ein. Hintergrund: Ein Verfahren gegen die Gesichtssuchmaschine PimEyes wurde trotz mutmaßlicher DSGVO-Verstöße eingestellt. noyb fordert wirksamere Maßnahmen.
Krankenhaus-Daten geklaut
Ein Cyberangriff auf einen Klinik-Dienstleister traf mehrere Krankenhäuser in Süddeutschland. Mindestens 80.000 Patientendaten wurden gestohlen. Allein an der Universitätsklinik Freiburg flossen Stammdaten Zehntausender ab. Das Cybercrime-Zentrum Baden-Württemberg nennt die typische Angriffskombination: schwache Passwörter, ungepatchte Software und Phishing.
Ransomware: Weniger Zahlungen, mehr Fälle
Die Statistik des Bundeskriminalamts zeigt die anhaltende Bedrohung: 2025 stieg die Zahl der angezeigten Ransomware-Fälle um 10 Prozent auf 1.041 Meldungen. Doch die Zahlungsbereitschaft sank auf nur noch sieben Prozent. Branchenexperten führen das auf bessere Backups und konsequentere Strafverfolgung zurück.
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