Erhebliche Verluste bei niedersÀchsischen Mooren
22.08.2023 - 14:47:16Die Auswirkungen des Klimawandels machen den Mooren in Niedersachsen zunehmend zu schaffen. Nach ersten Ergebnissen einer Studie des NiedersĂ€chsischen Ministeriums fĂŒr Umwelt, Energie und Klimaschutz ist der Verlust von Mooren und Torfkörpern gröĂer als gedacht. Grund sei insbesondere die Trockenheit der vergangenen Jahre.
Nur fĂŒnf Prozent der MoorflĂ€chen sind nach SchĂ€tzungen der Organisation BUND Niedersachsen momentan intakt. Die Umweltorganisation fordert verbindliche Fristen, Mittel und mehr Personal fĂŒr den Schutz der Moore.
Die «Potenzialstudie Moore in Niedersachsen» soll eine Grundlage fĂŒr zielgerichtete SchutzmaĂnahmen schaffen. Ein Beispiel fĂŒr eine schon laufende WiedervernĂ€ssung sind FlĂ€chen in der Hannoverschen Moorgeest. Dort werden unter anderem EntwĂ€sserungsgrĂ€ben verschlossen und DĂ€mme gebaut. «Auf diesen FlĂ€chen verzeichnen wir schon jetzt deutlich höhere WasserstĂ€nde», teilte die Projektleiterin Susanne Brosch vom NiedersĂ€chsischen Landesbetrieb fĂŒr Wasserwirtschaft, KĂŒsten- und Naturschutz mit.
Moore speichern groĂe Mengen des Klimagases Kohlendioxid und spielen deshalb eine wichtige Rolle beim Klimaschutz. Diese Speicherfunktion erfĂŒllen sie aber nur, wenn sie nass sind - trockengelegte und trockengefallene Moore geben sehr viel Kohlendioxid an die AtmosphĂ€re ab.
Niedersachsen ist das Bundesland mit dem gröĂten Mooranteil: 14 Prozent der LandesflĂ€che. Rund 11 000 Hektar MoorflĂ€che wurden oder werden laut Ministerium wiedervernĂ€sst. Hinzu kommen den Angaben nach noch etwa 21 000 Hektar ehemalige TorfabbauflĂ€chen, die seit 1945 wiedervernĂ€sst wurden oder noch wiederzuvernĂ€ssen sind.


