NoCopilotKey: Entwickler macht Copilot-Taste zur Strg-Taste
Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 05:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die neue Copilot-Taste auf Windows-Laptops sorgt für Frust – jetzt gibt es eine Lösung.
Ein Entwickler hat ein kostenloses Tool veröffentlicht, das die umstrittene KI-Taste auf modernen Notebooks in eine klassische Strg-Taste verwandelt. Das Programm namens NoCopilotKey von Dan Weiss ist auf GitHub verfügbar und richtet sich an Nutzer, die lieber auf gewohnte Tastaturlayouts setzen statt auf dedizierte KI-Shortcuts.
So funktioniert die Umprogrammierung
Die Installation ist denkbar einfach: Nutzer laden das komprimierte Archiv herunter, entpacken es und führen den Installer aus. Wer die Änderung rückgängig machen möchte, kann den Prozess entweder über den Windows Task-Manager beenden oder das Tool ganz normal über die Systemsteuerung deinstallieren. Der Eingriff ist also jederzeit umkehrbar.
Hintergrund der Entwicklung: Immer mehr Windows-Notebooks verfügen über eine spezielle Hardware-Taste für Microsofts KI-Assistenten Copilot. Viele Anwender empfinden diese als überflüssig oder störend – besonders in Arbeitsumgebungen, in denen die Strg-Taste häufiger benötigt wird.
Mehr Kontrolle für Power-User
Parallel zu diesem spezifischen Tool haben Open-Source-Entwickler ihre Bemühungen um umfassendere Systemanpassungen verstärkt. Das Programm FluentTweaker 26.06.02 etwa bietet eine grafische Oberfläche für Windows-Registry-Änderungen. Es enthält ein Modul zum Entfernen unerwünschter Systemkomponenten und eine benutzerfreundliche Schnittstelle für WinGet – inklusive Vorschau- und Backup-Funktionen.
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Diese Entwicklungen kommen nicht von ungefähr. Microsoft selbst hat in den aktuellen Windows-11-Vorschauversionen (Builds 26100.8968 und 26200.8968) nachgelegt: Bestimmte KI-Elemente wie die Bildgenerierungs-Komponente lassen sich auf Copilot+-PCs inzwischen entfernen. Ein Zeichen dafür, dass der Konzern den Nutzerwünschen nach mehr Kontrolle zumindest teilweise nachkommt.
Copilot wird immer mächtiger
Gleichzeitig treibt Microsoft die Integration seines KI-Assistenten weiter voran. Aktuelle Beta-Updates aus dem Juli 2026 erweitern Copilots Fähigkeiten im Umgang mit Hardware- und Softwareeinstellungen. Nutzer können den Assistenten inzwischen per Sprachbefehl bitten, den Energiesparmodus zu aktivieren, den Papierkorb zu leeren, die Bildschirmlupe einzuschalten oder die Textgröße anzupassen.
Über das Power-Automate-Plugin kann Copilot zudem Dateien umbenennen, Systemspeicher bereinigen und IP-Adressen anzeigen. Der Basisdienst bleibt kostenlos, für erweiterte generative Funktionen verlangt Microsoft weiterhin ein Abonnement.
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Eine Neuerung sorgt allerdings für gemischte Reaktionen: In den Vorschauversionen vom 22. Juli tauchte ein zunächst funktionsloser „Ask Copilot“-Button im Datei-Explorer auf. Er soll es künftig ermöglichen, Dateien direkt in der Ordneransicht zusammenfassen oder analysieren zu lassen. Erste Tests deuten jedoch auf Zuverlässigkeitsprobleme bei besonders großen Dateien hin – ein klassischer Fall von „vielversprechend, aber noch nicht ausgereift“.
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