Notion, Google

Notion, Google und Microsoft treiben KI-Agenten voran

14.05.2026 - 07:46:27 | boerse-global.de

Microsoft, Google und Notion präsentieren im Mai 2026 neue KI-Agenten für Produktivitätstools. Der Fokus liegt auf Automatisierung und Multi-App-Integration.

Notion, Google und Microsoft treiben KI-Agenten voran - Foto: ĂĽber boerse-global.de
Notion, Google und Microsoft treiben KI-Agenten voran - Foto: ĂĽber boerse-global.de

Microsoft, Google und Notion haben Mitte Mai 2026 eine Reihe von Updates vorgestellt, die künstliche Intelligenz tiefer in den Arbeitsalltag integrieren sollen. Im Fokus stehen dabei die Automatisierung komplexer Aufgaben über mehrere Anwendungen hinweg – und die Frage, wer die Nase vorn hat.

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Notion wird zur Entwicklerplattform

Am 13. Mai 2026 launchte Notion seine umfassende Developer Platform. Herzstück ist „Workers", eine gehostete Laufzeitumgebung für Code, die zunächst für Business- und Enterprise-Kunden in der öffentlichen Beta läuft. Bis August bleibt die Funktion kostenlos – Unternehmen können damit eigene Logik direkt in der Notion-Infrastruktur programmieren.

Zusätzlich bringt das Update ein neues Command-Line-Interface namens „ntn", das für alle Abonnement-Modelle verfügbar ist. Es vereinfacht die Bereitstellung von Integrationen und die Verwaltung von Workspace-Daten. Besonders interessant: Externe KI-Agenten wie Claude Code, Cursor, Codex und Decagon können nun als aktive Teilnehmer in Workspaces agieren.

Die Datenbank-Synchronisation mit Zendesk, Salesforce und Postgres rundet das Paket ab. Notion entwickelt sich damit vom Notiz-Tool zur operativen Plattform – ein trend, der den gesamten Markt erfasst. Branchenberichte prognostizieren dem Notiz-App-Markt ein Wachstum von umgerechnet rund 530 Millionen Euro (2023) auf über zwei Milliarden Euro bis 2032.

Google bringt Computer-Steuerung aufs Handy

Einen Tag zuvor, am 12. Mai, präsentierte Google Gemini Intelligence für Android. Der neue „Computer-Use"-Agent versteht den Bildschirmkontext und kann Aufgaben über verschiedene Apps hinweg automatisieren. Ein Beispiel: Das System extrahiert Informationen aus einer E-Mail und fügt die benötigten Lehrbücher automatisch in den Warenkorb eines Online-Shops ein. Wichtige Transaktionen erfordern aber weiterhin eine explizite Bestätigung durch den Nutzer. Die Funktion startet zunächst auf Samsung Galaxy und Google Pixel.

Parallel dazu bringt Google „Rambler" – eine KI-gestützte Diktierfunktion für Gboard. Sie filtert Füllwörter heraus und korrigiert komplexe Satzstrukturen in Echtzeit. Besonders praktisch: Rambler unterstützt Code-Switching, also das Wechseln zwischen Sprachen ohne manuelle Umstellung.

Microsoft setzt auf Multi-Modell-Strategie

Microsoft treibt die Transformation seines Flaggschiffs Outlook im Mai 2026 massiv voran. Der Konzern verfolgt einen Multi-Modell-Ansatz: Neben Microsoft Copilot integriert Outlook nun auch Anthropics Claude AI in der Beta-Version. Nutzer können zwischen verschiedenen KI-Modellen für Textverbesserung und Aufgabenverwaltung wählen.

Die Kalenderfunktionen wurden deutlich aufgewertet: „Automapped Calendars" bindet automatisch die Terminpläne von Teammitgliedern ein – selbst wenn diese keinen Microsoft-Account haben. Mehrfachauswahl von Kalendereinträgen und Sortierung nach Aufgabenstatus sind ebenfalls neu.

Allerdings gibt es einen Haken: Outlook Lite wird am 25. Mai 2026 eingestellt. Unternehmen müssen bis März 2027 auf die neue Plattform migrieren, Microsoft unterstützt Outlook Classic aber noch bis April 2029. Aktuell berichten einige Nutzer von Bugs – etwa ausgegrauten „Quick Steps" in Classic Outlook Build 2512.

Nischen-Tools und Sicherheitsbedenken

Neben den großen Playern tut sich auch im Nischensegment einiges. LibreOffice 25.8.7 erschien am 12. Mai als letztes Update der 25.8er-Serie – Nutzer sollten auf die 26.2.x-Familie umsteigen. Day One brachte ein Import-Tool für Apple Journal, und die Obsidian-Community freut sich über das „Remindian"-Plugin für die Zwei-Wege-Synchronisation mit Apple Reminders.

Die Sicherheitslage bleibt angespannt: Im ersten Quartal 2026 wurden 8,3 Milliarden E-Mail-Angriffe registriert, „Quishing"-Attacken (QR-Code-Phishing) stiegen um 146 Prozent.

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Die Einstellung bewährter Versionen und der Wechsel auf neue Plattformen wie Outlook Classic führen häufig zu Fehlern bei der Konfiguration. Um Zeitverluste durch falsche Einstellungen zu vermeiden, hilft diese detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitung bei der korrekten Einrichtung aller Outlook-Versionen. Kostenlose Installationshilfe für Outlook anfordern

Digitalisierung mit europäischer Note

Interessant für den deutschen Markt: Am 12. Mai kündigten sowohl Deutschland als auch Brasilien die verpflichtende Nutzung des Open Document Format (ODF) in Teilen der öffentlichen Verwaltung an. Ziel ist mehr digitale Souveränität. Die Toplink Office Suite – eine Partnerschaft von Toplink und Nextcloud – soll im Juli 2026 auf den Markt kommen und Büro-, Messaging- und Telefonie-Dienste aus europäischen Rechenzentren anbieten.

Der Ausblick für den Rest des Jahres 2026 ist klar: Die Branche bewegt sich von experimentellen KI-Features hin zu standardisierten, agentengeführten Workflows. Die Migrationsfristen von Microsoft und die Support-Zyklen von Open-Source-Projekten deuten darauf hin, dass Ende 2026 und Anfang 2027 eine kritische Phase für Unternehmens-Infrastrukturen wird. Der Erfolg der neuen Plattformen wird maßgeblich davon abhängen, ob sie komplexe Aufgaben bewältigen können – und dabei die Privatsphäre der Nutzer schützen.

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