NPC-B, Winzige

NPC-B Winzige Roboter navigieren Stammzellen zu NervenschÀden

Veröffentlicht: 03.06.2026 um 11:18 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Winzige Roboter aus Stammzellen navigieren prĂ€zise zu RĂŒckenmarksverletzungen und regen dort die Regeneration von Nervenfasern an.

NPC-Bots: Winzige Roboter navigieren Stammzellen zu NervenschĂ€den - Bild: ĂŒber boerse-global.de
NPC-Bots: Winzige Roboter navigieren Stammzellen zu NervenschĂ€den - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Forscher der ETH ZĂŒrich und der UniversitĂ€t ZĂŒrich haben Mikroroboter entwickelt, die Stammzellen prĂ€zise an verletzte RĂŒckenmarksstellen navigieren und dort das Nervenwachstum anregen. Die Studie erschien am 2. Juni 2026 im Fachjournal Nature Materials.

Die sogenannten NPC-Bots sind nur sechs Mikrometer klein. Sie bestehen aus neuralen VorlÀuferzellen, die aus induzierten pluripotenten Stammzellen gewonnen wurden, und sind mit magnetoelektrischen Nanopartikeln ausgestattet. Deren Beschichtung aus Bariumtitanat spielt eine entscheidende Rolle.

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Magnetfelder steuern und stimulieren

Externe Magnetfelder ĂŒbernehmen gleich zwei Aufgaben: Sie navigieren die Mikroroboter zur verletzten Stelle und regen dort die Zellen an. Die Nanopartikel wandeln die magnetischen Signale in elektrische Impulse um. Diese kabellose Stimulation fördert das Wachstum der Stammzellen zu neuen Nervenzellen – ohne dauerhaft implantierte Elektroden.

Die Forscher testeten die NPC-Bots in verschiedenen Tiermodellen. Bei Zebrafischlarven zeigte sich bereits nach drei Tagen wieder normales Schwimmverhalten.

MĂ€use mit durchtrenntem RĂŒckenmark genesen

Umfangreichere Versuche liefen an MĂ€usen mit vollstĂ€ndig durchtrenntem RĂŒckenmark. Innerhalb von 28 Tagen nach der Behandlung regenerierten sich die Nervenverbindungen. Das Gangbild und die Koordination normalisierten sich. Nebenwirkungen traten nicht auf.

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Der SchlĂŒssel zum Erfolg: Die Roboter positionierten die Stammzellen direkt an der LĂ€sion und unterstĂŒtzten dort die Geweberegeneration.

Produktion in nur 30 Minuten

Ein entscheidender Vorteil des Verfahrens ist die Herstellungseffizienz. Die biohybriden Einheiten entstehen auf einem Lab-on-a-Chip-System. Eine komplette Charge ist nach rund 30 Minuten fertig.

Die Methode kombiniert die Vorteile der Zelltherapie mit der PrĂ€zision der Mikrorobotik. Durch den Verzicht auf implantierte Hardware könnte das Verfahren kĂŒnftige Behandlungen deutlich weniger invasiv machen. Wann klinische Studien am Menschen starten, blieb offen.

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