NRW-Schulen, KI-Assistenten

NRW-Schulen: Vier KI-Assistenten sollen Verwaltung entlasten

17.06.2026 - 07:27:14 | boerse-global.de

Vier KI-Tools sollen Pädagogen in NRW von Verwaltungsaufgaben entlasten. Datenschutz und ein Einführungskurs sind Voraussetzung für die Nutzung.

NRW setzt KI-Assistenten gegen Schulbürokratie ein
NRW-Schulen - Ein futuristisches Büro mit einer leuchtenden KI-Assistenten-Schnittstelle, die Effizienz und Innovation in der Verwaltung symbolisiert. 17.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Jetzt will Nordrhein-Westfalen mit künstlicher Intelligenz gegensteuern. Das Schulministerium stellte am Dienstag ein Paket aus vier KI-Assistenten vor – entwickelt, um Pädagogen von Verwaltungsaufgaben zu befreien.

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Vier Helfer für den Schulalltag

Die unter dem Namen „AIS.chat“ gebündelten Anwendungen nutzen Sprachmodelle wie ChatGPT, Llama und Mistral. Wichtigster Punkt: Die KI arbeitet in einer geschlossenen Umgebung. Eingaben fließen nicht ins Training der Modelle – Datenschutz hat Priorität.

Die vier spezialisierten Assistenten decken konkrete Probleme ab:

  • Schulrechtsfragen: Hilfe bei juristischen Knackpunkten im Alltag
  • Elternkommunikation: Erstellung von Schreiben, inklusive Übersetzung in einfache Sprache oder Fremdsprachen
  • Medienarbeit: Unterstützung bei Unterrichtsmaterialien und sprachsensiblen Inhalten
  • Verwaltungshilfe: Vorbereitung von Klassenfahrten und anderen organisatorischen Abläufen

Die Tools stehen dem Personal kostenlos zur Verfügung. Voraussetzung: ein einstündiger Online-Einführungskurs.

Warum der Druck so groß ist

Der Vorstoß ist kein Zufall. Eine Studie der Wübben-Stiftung hatte den Ernst der Lage gezeigt: Schulleitungen verbringen mehr als 40 Prozent ihrer Arbeitszeit mit Verwaltung. Zeit, die für Pädagogik fehlt.

Parallel zur KI-Einführung kündigte Schulministerin Dorothee Feller konkrete Schritte zum Bürokratieabbau an. Die Frequenz verpflichtender Abfragen sinkt. Die Erhebung zur personellen Ausstattung der Schulen soll künftig nur noch zweimal statt dreimal pro Jahr erfolgen.

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Geteiltes Echo aus Politik und Gewerkschaften

Die SPD-Opposition nannte die KI-Werkzeuge zwar einen „längst überfälligen Schritt“. Fraktionschef Jochen Ott warnte jedoch: Punktuelle Erleichterungen seien kein bildungspolitischer Durchbruch.

Noch kritischer sehen das die Bildungsgewerkschaften. VBE und GEW betonen: KI kann unterstützen – aber keine Fachkräfte ersetzen. VBE-Landeschef Stefan Behlau hob die entlastende Funktion hervor. Ayla Çelik von der GEW NRW konterte: Die Hauptbelastung sei der Personalmangel. „Dieser Kernaspekt lässt sich nicht durch technologische Hilfsmittel lösen.“

de | wissenschaft | 69559302 |