Nvidia N1X: 20 Kerne und RTX-5070-Grafik im Notebook geleakt
31.05.2026 - 23:39:40 | boerse-global.deNoch vor der offiziellen Präsentation auf der Computex in Taipeh sind die technischen Details von Nvidias neuen Arm-Prozessoren durchgesickert. Die Chips der Serien N1 und N1X könnten den Markt für Windows-Notebooks grundlegend verändern.
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N1X: Workstation-Power im Notebook-Format
Das Spitzenmodell N1X setzt auf 20 Rechenkerne – zehn leistungsstarke Cortex-X925-Kerne und zehn effiziente Cortex-A725-Einheiten. Gefertigt wird der Chip im 3-Nanometer-Verfahren von TSMC. Besonders beeindruckend ist die integrierte Grafikeinheit auf Basis der Blackwell-2.0-Architektur: Mit 48 Streaming-Multiprozessoren und 6.144 CUDA-Kernen soll sie das Niveau einer dedizierten GeForce RTX 5070 erreichen.
Der N1X unterstützt bis zu 128 Gigabyte Arbeitsspeicher vom Typ LPDDR5X-9400 auf einem 256-Bit-Bus – das ergibt eine Bandbreite von rund 301 Gigabyte pro Sekunde. Die Leistungsaufnahme liegt zwischen 45 und 80 Watt, in Spitzenkonfigurationen sind bis zu 120 Watt möglich. Für KI-Aufgaben verspricht Nvidia beeindruckende 1.000 TOPS (Billionen Operationen pro Sekunde) und 31 TFLOPs Rechenleistung im FP32-Format.
N1: Effizienz für den Alltag
Die günstigere N1-Serie zielt auf niedrigere Verbrauchswerte zwischen 18 und 45 Watt. Hier gibt es Varianten mit zwölf Kernen (acht Performance- plus vier Effizienzkerne) und eine Zehn-Kern-Version. Die integrierte Grafik fällt mit 20 SMs (2.560 CUDA-Kerne) oder 16 SMs (2.048 CUDA-Kerne) etwas bescheidener aus. Der Arbeitsspeicher ist auf 64 Gigabyte LPDDR5X begrenzt.
Bei der Anbindung unterscheiden sich die Modelle deutlich: Der N1X bietet 12 PCIe-5.0- und 5 PCIe-4.0-Lanes, der N1 kommt auf 8 PCIe-5.0- und 3 PCIe-4.0-Lanes.
Wer baut die ersten Nvidia-Laptops?
Die Liste der Partner liest sich wie das Who-is-Who der Notebook-Hersteller. Microsoft selbst soll Surface-Geräte mit den neuen Chips ausrüsten, Dell setzt auf den N1X in der XPS-Reihe. Lenovo bringt das Legion 7, das IdeaPad Slim 5 und mehrere Yoga-Modelle. Asus plant ein ProArt-Notebook, und auch MSI ist als Launch-Partner dabei. Branchenkreisen zufolge war MediaTek an der Entwicklung der Chips beteiligt.
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Die offizielle Vorstellung durch Nvidia-CEO Jensen Huang ist für den 1. Juni 2026 um 11 Uhr Ortszeit im Taipei Music Center geplant. Erste Auslieferungen werden jedoch erst gegen Ende des Jahres erwartet – pünktlich zum Weihnachtsgeschäft.
Ein neues Kapitel für Windows-PCs
Für Nvidia ist es die Rückkehr auf den PC-CPU-Markt nach über einem Jahrzehnt. Erste Benchmark-Ergebnisse aus dem Jahr 2025 zeigten vielversprechende Werte: rund 3.096 Punkte im Single-Core- und 18.837 Punkte im Multi-Core-Test. Damit positioniert sich der N1X als ernstzunehmender Konkurrent für Intels Core-Ultra-Serie und AMDs Ryzen-AI-400-Reihe.
Die Analystin Carolina Milanesi sieht Nvidias Einstieg als positive Entwicklung für den PC-Sektor, der zuletzt verstärkt unter Druck durch Qualcomms Snapdragon-X-Serie geraten war. Alle neuen Chips unterstützen lokale KI-Workflows und sollen zusammen mit neuer Microsoft-Software für lokale KI-Agenten präsentiert werden.
Bereits für 2027 ist laut Branchen-Roadmaps eine N2-Serie in Planung – Nvidia scheint es ernst zu meinen mit der Eroberung des PC-Marktes.
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