Nvidia-Treiber, Microsofts

Nvidia-Treiber 621.01: Microsofts ASD soll Shader-Ruckler in Spielen stoppen

Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 06:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Vorkompilierte Shader verkürzen den ersten Spielstart und sollen Ruckler mindern; zunächst unterstützen zwei Titel die Funktion.
Ein minimalistischer Serverraum mit blauer Beleuchtung und gebürsteten Metalloberflächen als Symbol für moderne Rechenleistung. Illustration mit AI erstellt.

Nvidia hat Microsofts Technologie Advanced Shader Delivery (ASD) in den GeForce Game Ready Treiber 621.01 für Grafikkarten der Reihen GeForce RTX und RTX Spark integriert. Das Verfahren lädt vorkompilierte Shader über die Xbox-App für den PC herunter, um die initiale Shader-Kompilierung und Ruckler im Spielgeschehen zu eliminieren.

Erste Praxistests belegen den Nutzen der Neuerung: In einem Test von GameSpot startete der Titel Gears of War: E-Day in unter einer Minute, während dieser Vorgang bei manchen Spielen zuvor zwischen 10 und 15 Minuten beanspruchte.

Deutliche Zeitersparnis und stabilere Bildraten

Nach Angaben von Nvidia ermöglicht die Auslagerung der Shader-Bereitstellung eine Zeitersparnis von bis zu 30 Minuten beim erstmaligen Spielstart oder nach Aktualisierungen. Das Unternehmen beziffert die Cache-Trefferrate auf nahe 100 Prozent.

Neben verkürzten Ladezeiten soll ASD vor allem Lastspitzen des Hauptprozessors mindern und störende Ruckler reduzieren. Auch Digital Foundry bestätigte, dass typische Shader-Kompilierungs-Ruckler durch den Einsatz von ASD beseitigt werden.

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Zum Start steht die Technologie für Call of Duty: Modern Warfare 4 sowie Gears of War: E-Day bereit. Zwar liefert Nvidia den notwendigen Compiler, die Spiele selbst erfordern jedoch unter Umständen eine zusätzliche Feinabstimmung.

Aus diesem Grund sind vorerst nur die beiden genannten Starttitel freigegeben; weitere kompatible Spiele sollen über künftige Treiberversionen folgen. Für Call of Duty: Modern Warfare 4 bringt die neue Treibersoftware zudem Unterstützung für DLSS 4.5 mit Upscaling, Frame Generation und Multi Frame Generation um bis zu 6x sowie Nvidia Reflex auf allen GeForce-RTX-Grafikkarten.

Plattformvoraussetzungen und breite Hardware-Unterstützung

Um Advanced Shader Delivery nutzen zu können, setzt Microsoft mindestens Windows 11 in der Version 24H2 sowie die installierte Xbox-App für den PC voraus. Die Funktion greift auch bei Titeln auf Steam, sofern die Xbox-App auf dem System vorhanden ist. Künftig plant Microsoft, die Auslieferung über ASD direkt auf Plattformen wie Steam und den Epic Games Store auszuweiten.

Die Integration betrifft die gesamte Branche. AMD unterstützt ASD ab dem Treiber Adrenalin 26.6.1 auf Basis seiner RDNA-Grafikprozessoren, nachdem die Technologie dort laut Berichten bereits zuvor eingesetzt wurde. Intel bietet die Unterstützung für Arc B-Series und Core Ultra Series 2 und 3 ab dem Treiber 32.0.101.9150 an. Qualcomm bindet ASD für den Snapdragon X2 ab der Treiberversion 2026.08.3 ein.

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Fehlerbereinigungen und temporäre Cache-Empfehlungen

Der neue Treiber von Nvidia steht über die Nvidia-App sowie über die offizielle Website bereit; eine Verfügbarkeit in Japan wurde nicht angekündigt. Neben der ASD-Integration behebt die Aktualisierung Fehler in Wuthering Waves, Star Citizen und Surviving Mars sowie ein Flackern auf 360-Hz-Monitoren und Bildrateneinbrüche in Verbindung mit G-Sync Pulsar.

Parallel dazu untersucht der Spielehersteller Nexon ein Problem mit ungewöhnlich hoher Arbeitsspeicherauslastung in bestimmten PC-Konfigurationen, das zu Framedrops, Rucklern und Programmabstürzen führen kann.

Nexon prüft dabei einen möglichen Zusammenhang mit dem Shader-Cache des Nvidia-Grafiktreibers. Als Übergangslösung empfiehlt das Unternehmen betroffenen Spielern, den Nvidia-Shader-Cache unter dem Pfad %USERPROFILE%\AppData\Local\NVIDIA\DXCache manuell zu löschen.

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