Office 2019 auf dem Mac: Ab Juli nur noch Lesemodus
Veröffentlicht am: 15.06.2026 um 20:37 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ab Juli 2026 können Nutzer von Office 2019 auf dem Mac keine Dokumente mehr erstellen oder bearbeiten â die Software schaltet in einen reinen Lesemodus.
Der Schritt betrifft alle macOS-, iOS- und iPadOS-Versionen von Office 2019. Grund ist das Auslaufen eines digitalen Zertifikats, das fĂŒr die LizenzprĂŒfung zustĂ€ndig ist. WĂ€hrend die Windows-Version von Office 2019 nach dem Support-Ende im Oktober 2025 zumindest noch ohne Updates weiterlief, verlieren Mac-Nutzer nun die zentralen Bearbeitungsfunktionen.
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Bereits gespeicherte Dateien bleiben auf den GerÀten erhalten und lesbar. Wer sie Àndern will, braucht jedoch andere Software. Microsoft selbst verweist auf die Browser-Version von Microsoft 365, den Kauf von Office 2024 oder den Umstieg auf quelloffene Alternativen wie LibreOffice oder OpenOffice.
System-Upgrade wird zur Pflicht
Die Lage fĂŒr Mac-Nutzer wird zusĂ€tzlich durch strengere Systemanforderungen verkompliziert. Microsoft 365 hatte im September 2025 seine letzte kompatible Version fĂŒr macOS Ventura ausgeliefert. Wer noch auf Ventura unterwegs ist, bleibt auf Version 16.101 beschrĂ€nkt â jedes Update setzt mindestens macOS Sonoma voraus.
Parallel dazu treibt Apple den Hardware-Wechsel voran. Auf der WWDC 2026 kĂŒndigte das Unternehmen an, dass das kommende macOS 27 (interner Codename âGolden Gate") nur noch Apple Silicon unterstĂŒtzen wird. Das bedeutet das Aus fĂŒr alle Intel-basierten Macs â darunter das MacBook Pro 16 Zoll von 2019, das 13-Zoll-MacBook Pro von 2020, der iMac von 2020 und der Mac Pro von 2019. Diese GerĂ€te bekommen ab Herbst 2026 keine groĂen System-Updates mehr, sollen aber bis Ende 2027 noch Sicherheitspatches erhalten.
Office 2024 als Nachfolger â mit Rabatten
FĂŒr alle, die weiterhin eine lokale Office-Suite ohne Abo nutzen wollen, positioniert Microsoft derzeit Office 2024 als Nachfolger. Office Home 2024 setzt mindestens macOS Sonoma voraus. Microsoft hat bestĂ€tigt, dass diese Version auch nach dem Support-Ende im Oktober 2029 voll funktionsfĂ€hig bleibt â allerdings ohne Sicherheitsupdates oder neue Funktionen.
Im Vorfeld der Juli-Frist locken HĂ€ndler mit deutlichen Rabatten auf neuere Lizenzen. Eine lebenslange Lizenz fĂŒr Microsoft Office Home & Business fĂŒr Mac ist derzeit fĂŒr knapp 36 Euro erhĂ€ltlich â statt der ĂŒblichen 200 Euro. Das Angebot lĂ€uft bis zum 28. Juni 2026 und umfasst Offline-Zugriff auf Word, Excel, PowerPoint, Outlook, Teams und OneNote. Die Lizenz ist mit aktuellen und kommenden macOS-Versionen kompatibel, darunter Sonoma, Sequoia und Tahoe.
Nicht nur Apple-Nutzer sind von Hardware-EinschrĂ€nkungen betroffen; auch viele Windows-Anwender scheitern oft an strengen Systemvoraussetzungen beim Software-Wechsel. Dieser kostenlose Ratgeber enthĂŒllt einen legalen Weg, wie Sie moderne Betriebssysteme auch auf offiziell inkompatibler Hardware ohne Datenverlust installieren. Kostenlose Anleitung fĂŒr Hardware-Upgrades hier herunterladen
Sicherheitsrisiko durch veraltete Software
Der Druck zum Update kommt nicht von ungefĂ€hr. Prognosen des FIRST Forecasting zufolge werden 2026 rund 66.000 neue SicherheitslĂŒcken (CVEs) entdeckt â ein Anstieg um 46,3 Prozent gegenĂŒber frĂŒheren SchĂ€tzungen. Experten fĂŒhren diese Entwicklung auf KI-gestĂŒtzte Suchwerkzeuge zurĂŒck, die Schwachstellen schneller aufspĂŒren. Die menschliche KapazitĂ€t fĂŒr Patches und Koordination bleibt jedoch der entscheidende Engpass.
FĂŒr Nutzer eingestellter Software wie Office 2019 steigt damit das Risiko, ungeschĂŒtzte Anwendungen zu betreiben. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte den Umstieg vor dem 13. Juli 2026 erledigt haben.
