Office 2024: Microsoft bringt Einmalkauf zurück für 50–100 Euro
27.06.2026 - 03:04:18 | boerse-global.de
Der Softwarekonzern bietet Office 2024 nun als Einmalkauf an und gibt Windows-10-Nutzern ein weiteres Jahr Sicherheitsupdates.
Microsoft verändert seine Strategie für private und professionelle Anwender grundlegend. Neben neuen Einmallizenz-Optionen für Office 2024 verlängert der Konzern den kostenlosen Sicherheitssupport für Windows 10 deutlich. Gleichzeitig treibt Microsoft die Integration Künstlicher Intelligenz in seine Produkte voran.
Office 2024: RĂĽckkehr zum Einmalkauf
Seit dem 25. Juni 2026 ist Microsoft Office 2024 Professional Plus als lebenslange Lizenz gegen eine einmalige Gebühr erhältlich. Verschiedene Händler listen das Paket zu Preisen zwischen rund 50 und 100 Euro. Das ist eine Alternative zum Abo-Modell Microsoft 365.
Die Professional-Plus-Version enthält Word, Excel, PowerPoint, Outlook, OneNote und Access. Einige Angebote beinhalten bereits KI-Funktionen. Drittanbieter wie StackSocial bewerben die Lizenzen als deutliches Schnäppchen – der reguläre Listenpreis liegt bei etwa 230 Euro.
Doch Vorsicht: Microsoft selbst warnt vor solchen Angeboten. Der Konzern stellt klar, dass es keine offizielle lebenslange Lizenz fĂĽr diese spezifischen Konfigurationen gibt. Wer bei Drittanbietern kauft, riskiert ungĂĽltige SchlĂĽssel.
Windows 10: Ein Jahr mehr Sicherheit
Eine gute Nachricht für alle, die noch Windows 10 nutzen: Microsoft hat die Frist für das kostenlose Extended Security Update (ESU) für Privatanwender verlängert. Statt am 12. Oktober 2026 endet der Gratis-Zeitraum nun am 12. Oktober 2027.
Private Nutzer erhalten die Updates kostenlos über die PC-Einstellungen oder ein Microsoft-Konto. Alternativ können sie den Dienst für 28 Euro erwerben oder 1.000 Microsoft-Rewards-Punkte einlösen. Pro Konto sind bis zu zehn Geräte abgedeckt.
Anders sieht es für Unternehmen aus: Firmenkunden im Europäischen Wirtschaftsraum zahlen zwischen 60 und 240 Euro pro Jahr für den verlängerten Support. Branchenbeobachter sehen die Verlängerung als Reaktion auf die schleppende Verbreitung von Windows 11. Dessen Hardware-Anforderungen – etwa der TPM-2.0-Chip – schrecken viele Nutzer ab.
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KI hält Einzug in Excel und SharePoint
Microsoft setzt weiter auf generative KI. CEO Satya Nadella kündigte am 25. Juni 2026 „Skills“ für Copilot in Excel an. Das sind wiederverwendbare KI-Workflows, die komplexe Aufgaben automatisieren – von der Datenbereinigung über Berichte bis hin zu Dashboards.
Parallel dazu startete Microsoft SharePoint Copilot Apps. Unternehmen können damit KI-gestützte Workflows aus ihren eigenen SharePoint-Daten erstellen. Die Anwendungen decken Bereiche wie Personalwesen, Vertrieb und Compliance ab.
Und noch eine Neuerung: Ab September 2026 führt Microsoft Purview eine automatische Löschfunktion ein. Sie entfernt Daten aus OneDrive und Postfächern von ausgeschiedenen Mitarbeitern – unter Berücksichtigung rechtlicher Aufbewahrungspflichten und in Verbindung mit Entra ID.
Uni Freiburg setzt auf Microsoft – Frankreich geht eigene Wege
Auch im Bildungsbereich tut sich etwas. Das IT-Servicezentrum der Universität Freiburg ist einem Microsoft-Rahmenvertrag beigetreten. Mitarbeiter können Windows und Office nun auf dienstlichen Geräten nutzen.
Während die eine Seite auf Partnerschaft setzt, geht die andere in die Gegenrichtung. Frankreichs öffentlicher Dienst hat Anfang 2026 damit begonnen, sich von US-Software zu lösen. Rund 2,5 Millionen Arbeitsplätze sollen umgestellt werden. Ziel: jährliche Einsparungen von etwa 20 Millionen Euro durch Open-Source-Alternativen.
International zeigt Microsoft Engagement in der Ukraine. Auf der Ukraine Recovery Conference in Danzig am 26. Juni 2026 kündigte der Konzern an, kostenlose Cloud- und Cybersicherheitsdienste bis Ende 2027 zu verlängern. Der Gesamtwert der Unterstützung seit 2022 übersteigt damit 650 Millionen Euro.
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Industrielle Zusammenarbeit mit Eudia
Microsoft expandiert in den Bereich industrieller Digitalwerkzeuge. Eine neue Partnerschaft mit Eudia zielt darauf ab, „Expert Digital Twins“ für Großkunden zu skalieren. Die Technologie wird direkt in Microsoft 365 und Azure integriert. Zu den ersten Anwendern zählen Bayer, Toshiba und Cargill.
