Office Web Apps: Microsoft bringt Berechtigungen in Browser-Versionen
Veröffentlicht: 13.07.2026 um 15:04 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Der Softwarekonzern bringt Sensitivitätskennzeichnungen mit individuellen Berechtigungen nun auch in die Browser-Versionen von Word, Excel und PowerPoint.
Bislang war die feingranulare Rechtevergabe für Dokumente den Desktop-Anwendungen vorbehalten. Das ändert sich jetzt: Nutzer von Office Web Apps können künftig direkt im Browser festlegen, wer ein Dokument nur ansehen, bearbeiten oder als Besitzer verwalten darf. Die Funktion steht für Word, Excel und PowerPoint zur Verfügung.
Voraussetzung ist eine entsprechende Unternehmenslizenz sowie die Aktivierung von Sensitivitätskennzeichnungen in SharePoint und OneDrive. Der Schritt ist Teil einer umfassenderen Strategie, die Datensicherheit in der Cloud zu erhöhen – ein Thema, das mit der zunehmenden Verlagerung von Geschäftsprozessen ins Internet immer drängender wird.
Sicherheitsoffensive zeigt Wirkung
Die Neuerung fällt mit dem aktuellen Fortschrittsbericht von Microsofts Secure Future Initiative (SFI) zusammen. Der Konzern meldet beeindruckende Zahlen: 99,97 Prozent aller Nutzer- und Gerätepaare sind inzwischen mit phishing-resistenter Mehrfaktor-Authentifizierung (MFA) geschützt. Zudem wurden über 732.000 öffentlich zugängliche Ressourcen gesperrt, um die Angriffsfläche zu verkleinern.
Mit den neuen Berechtigungen in Office Web Apps können Sie direkt im Browser festlegen, wer Dokumente ansehen, bearbeiten oder verwalten darf. In drei Schritten zeigen wir, wie Sie Sensitivitätskennzeichnungen aktivieren und Ihre Geschäftsdaten schützen – inklusive Regeln für Copilot. Leitfaden: Berechtigungen in Office Web Apps
Auch künstliche Intelligenz spielt eine wachsende Rolle in der Sicherheitsarchitektur. Beim jüngsten „Patch Tuesday" im Juli 2026 setzte Microsoft das KI-System MDASH ein. Mit über 100 Agenten identifizierte es 16 der mehr als 200 geschlossenen Sicherheitslücken. Darunter: CVE-2026-21509, eine kritische Zero-Day-Lücke in Office, die über eine veraltete Browser-Engine entfernte Codeausführung ermöglichte.
KI-Assistenten brauchen klare Regeln
Die erweiterten Berechtigungen kommen zu einem strategisch wichtigen Zeitpunkt. Seit Mitte Juni 2026 ist GPT-5.6 das Standardmodell für Microsoft 365 Copilot in Word, Excel, PowerPoint und der neuen „Cowork"-Funktion. Je leistungsfähiger die KI, desto wichtiger wird die Frage: Wer darf was sehen?
Rund 15 Prozent aller geschäftskritischen Dateien sind durch übermäßige Freigaben gefährdet. Mit den neuen Browser-Berechtigungen von Microsoft schließen Sie diese Lücke. Unser Leitfaden erklärt, wie Sie feingranulare Rechte vergeben und gleichzeitig KI-Assistenten wie Copilot sicher einsetzen. Sicherheitsleitfaden jetzt anfordern
Sicherheitsexperten schlagen Alarm: Rund 15 Prozent aller geschäftskritischen Dateien sind durch übermäßige Freigaben gefährdet. In manchen Unternehmen liegen durchschnittlich drei Millionen sensible Datensätze offen. Sensitivitätskennzeichnungen sollen hier Abhilfe schaffen – und gleichzeitig sicherstellen, dass KI-Assistenten wie Copilot nur auf autorisierte Daten zugreifen.
Parallel dazu hat Microsoft die Sicherheitsvorkehrungen in Teams verschärft. Gefährliche Dateitypen und verdächtige URLs werden nun standardmäßig blockiert. Zudem überwacht das System verdächtige Links in privaten Nachrichten und externe Kommunikation – eine Reaktion auf die Zunahme von Malware- und Deepfake-Angriffen.
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