Olivenöl-Betrug, Proben

Olivenöl-Betrug: 43% aller Proben mit MÀngeln im Test

14.06.2026 - 09:07:09 | boerse-global.de

Mediziner entkrĂ€ften Mythen um Olivenöl-Zitronen-Kur. Neue Trends wie „Natural Wegovy“ und Olivenöl-Betrug stehen im Fokus.

Olivenöl-Trends im Check: Entgiftung und Abnehm-Mythen
Olivenöl-Betrug - Nahaufnahme einer Glasschale mit leuchtend gelben Zitronen und einer Flasche Olivenöl, beleuchtet von weichem, natĂŒrlichem Licht. 14.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Klingt verlockend – ist aber wissenschaftlich nicht haltbar.

Mediziner wie Dr. Tran Ngoc Luu Phuong vom Nguyen Tri Phuong Krankenhaus und Dr. Chau Thi Anh vom Xuyen A Krankenhaus betonen: Leber und Nieren entgiften den Körper von selbst. Spezielle Ölmischungen braucht es dafĂŒr nicht. Im Gegenteil: Ein Esslöffel Olivenöl enthĂ€lt bis zu 126 Kilokalorien. Bei unausgewogener ErnĂ€hrung droht eher eine Gewichtszunahme.

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GefÀhrliche Nebenwirkungen

Die Mischung kann bei empfindlichen Personen Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall auslösen. Fachleute wie Mai Thi Thuy und Robin Barrie Kaiden warnen: Das sind keine Entgiftungssymptome, sondern Warnsignale des Körpers. Patienten mit Gastritis, Reflux oder MagengeschwĂŒren sollten die Finger davon lassen.

„Natural Wegovy“: Eier als Abnehmwunder?

Aus SĂŒdkorea schwappt ein neuer Trend herĂŒber: Gekochte Eier mit Olivenöl als natĂŒrlicher Ersatz fĂŒr Abnehmspritzen. „Natural Wegovy“ nennen ihn die AnhĂ€nger.

Die ErnĂ€hrungswissenschaftlerin Sophie BrĂŒnke hĂ€lt das fĂŒr irrefĂŒhrend. Proteine regen zwar die AusschĂŒttung des Hormons GLP-1 an. Doch der Effekt ist deutlich schwĂ€cher und kĂŒrzer als bei Medikamenten. Lebensmittel können die pharmakologische Wirkung nicht nachbilden.

Das Problem mit dem Muskelabbau

Bei starkem Gewichtsverlust durch GLP-1-PrÀparate kann der Muskelabbau bis zu 40 Prozent des Gesamtgewichts ausmachen. Forscher testen deshalb den Antikörper Apitegromab. Endokrinologe Haiko Schlögl vom Uniklinikum Leipzig warnt jedoch vor den Risiken eines solchen Eingriffs. Eine Zulassung sei noch Jahre entfernt.

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Betrug im Olivenölregal

Selbst wer auf QualitĂ€t achtet, kann hereingelegt werden. Das Chemische und VeterinĂ€runtersuchungsamt Stuttgart hat 534 Olivenölproben getestet. Ergebnis: Elf Prozent der als „nativ extra“ deklarierten Öle waren mit Fremdölen gestreckt – ranzigem oder raffiniertem Sonnenblumenöl. Besonders betroffen: 5-Liter-Kanister von kleineren HĂ€ndlern.

Insgesamt wiesen 43 Prozent aller Proben MĂ€ngel auf. 2025 stieg der Anteil irrefĂŒhrend gekennzeichneter Produkte auf 18 Prozent – fast doppelt so viel wie im Vorjahr. Grund sind klimabedingte ErnteausfĂ€lle, die die Preise fĂŒr hochwertiges Olivenöl in die Höhe treiben.

Kaffee: Genuss mit Risiken

Auch beim Kaffeekonsum raten Mediziner zur Vorsicht. Kardiologe Patrick Neumann-Schniedewind empfiehlt Bluthochdruckpatienten maximal drei Tassen tĂ€glich. Eine japanische Studie zeigt: Bereits zwei Tassen können bei sehr hohem Blutdruck das Risiko fĂŒr Herztod verdoppeln.

Kaffee auf nĂŒchternen Magen? Keine gute Idee, warnen Shannon Lavery und Dr. Nighat Arif. Die SĂ€ureproduktion wird angeregt, Gastritis und Reflux drohen. Neurologen raten zudem, nach 14 Uhr kein Koffein mehr zu trinken – sonst leidet die SchlafqualitĂ€t.

Gute Nachrichten fĂŒr Erdbeerfans

Untersuchungen aus dem Jahr 2025 zeigen: Die Pestizidbelastung bei Erdbeeren ist gering. Grenzwerte wurden nur in AusnahmefĂ€llen ĂŒberschritten. GrĂŒndliches Waschen bleibt trotzdem ratsam – wegen seltener Risiken wie dem Fuchsbandwurm.

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