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One UI 9: Samsungs Betrugs-KI kommt auf ältere Galaxy-Modelle

Veröffentlicht am: 03.09.2026 um 11:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Samsung plant den KI-Schutz für Galaxy S25 und faltbare Geräte. Die lokale Analyse warnt vor Betrugsanrufen und Phishing-Nachrichten.

Samsung weitet KI-Betrugsschutz auf weitere Galaxy-Modelle aus
Ein modernes Smartphone liegt auf einem minimalistischen Schreibtisch in einer hellen Büroumgebung. Illustration mit AI erstellt.

Die Sicherheit von Smartphone-Nutzern rückt bei Samsung weiter in den Fokus der Softwareentwicklung. Aktuelle Funde in der siebten Beta-Version der Benutzeroberfläche One UI 9 deuten darauf hin, dass der südkoreanische Technologiekonzern plant, seine KI-gestützte Betrugserkennung (Scam Detection) auf eine breitere Palette an Geräten auszuweiten. Bisher war diese Funktion primär neueren Modellen vorbehalten.

In den Programmcodes der One UI 9 Beta 7 wurden laut Medienberichten vom Anfang September 2026 Hinweise entdeckt, dass künftig auch die Galaxy S25-Serie sowie die faltbaren Modelle Galaxy Z Fold 7, Galaxy Z Flip 7 und das neue Galaxy Z TriFold mit der Sicherheitsfunktion ausgestattet werden sollen.

Bisher stand das System bereits für die Galaxy S26-Serie sowie für Googles Pixel-Smartphones der Generationen 9 bis 11 zur Verfügung. Die offizielle Einführung der erweiterten Funktion wird mit dem Release der stabilen Version von One UI 9 erwartet.

Lokale KI-Analyse für erhöhten Datenschutz

Der technische Kern der Scam Detection basiert auf künstlicher Intelligenz, die darauf spezialisiert ist, betrügerische Muster in ein- und ausgehenden Anrufen sowie Kurznachrichten zu identifizieren. Ein wesentliches Merkmal dieser Technologie ist die lokale Verarbeitung der Daten.

Wie aus Branchenberichten hervorgeht, erfolgt die Analyse der Kommunikation unmittelbar auf dem Endgerät. Damit wird sichergestellt, dass keine sensiblen Gesprächsinhalte oder Nachrichtendaten an externe Server übermittelt werden müssen, was den Datenschutz der Anwender erhöht.

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Die KI erkennt dabei typische Verhaltensweisen von Betrügern, etwa bei sogenannten Schockanrufen oder Phishing-Versuchen via SMS. Nutzer werden in Echtzeit gewarnt, sobald das System ein verdächtiges Muster erkennt, was die Prävention gegen finanzielle Schäden durch Identitätsdiebstahl oder Überweisungsbetrug deutlich verbessern soll.

Ausblick auf künftige Hardware-Generationen

Neben der Unterstützung bestehender Modelle liefert die Beta-Software von Samsung auch erste Details zur Hardware-Planung für das kommende Jahr. So fanden sich in der One UI 9 Beta 7 konkrete Hinweise auf die für 2027 erwartete Galaxy S27-Serie. Diese wird voraussichtlich vier verschiedene Modelle umfassen.

Technisch deuten die Quellcodes darauf hin, dass Samsung bei der nächsten Flaggschiff-Generation erneut auf eine zweigleisige Prozessorstrategie setzt. Neben Qualcomm-Chipsätzen wird in den Systemdateien ein neuer Exynos-Prozessor mit der Kennung s5e9975 gelistet, bei dem es sich um den Exynos 2700 handeln dürfte.

Diese Hardware-Basis soll die notwendige Rechenleistung bereitstellen, um die zunehmend komplexeren KI-Sicherheitsfunktionen auch in Zukunft flüssig und zuverlässig auszuführen.

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Wachsender Bedarf an technischem Schutz

Die Relevanz solcher Schutzmechanismen wird durch aktuelle Statistiken der Bundesnetzagentur unterstrichen. Im Jahr 2024 verzeichnete die Behörde insgesamt 154.624 Beschwerden über Betrugsanrufe, was einen deutlichen Anstieg gegenüber dem Vorjahr bedeutet, in dem 143.061 Meldungen registriert wurden.

Besonders besorgniserregend ist die Entwicklung im Bereich der Kurznachrichten: Rund 60 % der gemeldeten Fälle betrafen Betrugsversuche via SMS oder Messenger-Dienste.

Als Reaktion auf diese Entwicklung wurden im vergangenen Jahr bereits 6.500 Rufnummern durch die Behörden abgeschaltet. Dennoch bleibt die automatisierte Erkennung auf dem Endgerät für Experten ein entscheidender Baustein, um die hohe Zahl an Betrugsversuchen effektiv einzudämmen.

Die Integration der Scam Detection in ältere und kommende Modellreihen markiert somit einen wichtigen Schritt in Samsungs Strategie, Sicherheitsfeatures über die gesamte Produktpalette hinweg zu vereinheitlichen.

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