OneDrive: Microsoft stoppt Updates für Windows 10 ab August
Veröffentlicht am: 24.07.2026 um 15:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Cloud-Dienst OneDrive wird ab Mitte August nicht mehr auf älteren Windows-10-Systemen unterstützt. Nutzer müssen handeln.
Microsoft verschärft den Druck auf Windows-10-Nutzer. Ab dem 15. August 2026 stellt der Konzern sämtliche Updates – inklusive Sicherheitspatches – für die OneDrive-Sync-App auf Windows 10 Version 21H2 und älter ein. Wer auf diesen veralteten Builds unterwegs ist, verliert damit den offiziellen Support für den Cloud-Speicher.
Zwei Jahre Schonfrist für die letzte Version
Anders sieht es für Nutzer der Windows 10 Version 22H2 aus. Sie können bis zum 10. Oktober 2028 mit Updates rechnen. Das ist die letzte große Version des Betriebssystems – und Microsoft gewährt ihr eine deutlich längere Unterstützung. Vor allem Unternehmen und Organisationen, die noch nicht auf Windows 11 umgestiegen sind, bekommen damit mehr Zeit.
Jeder dritte HP-Rechner läuft noch mit Windows 10
Der Schritt ist kein Zufall. Die Nutzerzahlen für Windows 10 bleiben hartnäckig hoch. HP-Finanzchefin Karen L. Parkhill erklärte Anfang des Jahres, dass rund 30 Prozent aller ausgelieferten HP-Computer im Mai 2026 noch mit Windows 10 betrieben wurden.
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Microsoft selbst hatte die allgemeine Unterstützung für Windows 10 bereits bis Oktober 2027 verlängert – ein Zugeständnis an die zögerliche Migration zu Windows 11. Für den Europäischen Wirtschaftsraum gibt es zudem kostenlose erweiterte Sicherheitsupdates bis zum 13. Oktober 2026. Die Bedingung: Nutzer müssen sich alle 60 Tage mit einem Microsoft-Konto anmelden.
Mehrere Dienste fallen weg
Die OneDrive-Änderung ist nur ein Teil einer größeren Bereinigung. Im August 2026 stellt Microsoft auch die persönliche Version von Whiteboard ein. Bereits im September folgt die endgültige Datenlöschung. Parallel endet am 13. Oktober 2026 der Mainstream-Support für Windows Server 2022 und Windows 11 Version 24H2 (Home und Pro).
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Ausfall am Vortag
Die Ankündigung kommt einen Tag nach einem schweren Microsoft-365-Ausfall. Am 23. Juli 2026 waren Nutzer in Nordamerika stundenlang von Teams, OneDrive und SharePoint abgeschnitten. Mehr als 8.000 Störungsmeldungen gingen ein, bevor Microsoft den Datenverkehr umleitete. Grund waren degradierte Netzwerkpfade.
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